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Familie Wanner plant Aktienrückkauf und VR gibt Dividendenentscheid bekannt

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Michael Wanner, Delegierter des Verwaltungsrates AZ Medien
© Porträt: AZ Medien
Michael Wanner, Delegierter des Verwaltungsrates AZ Medien
Wie Michael Wanner, Delegierter des Verwaltungsrates, in einer Medienmitteilung schreibt, will die Verlegerfamilie Wanner, die über 90 Prozent an der AZ Medien AG hält, den Minderheitsaktionären ein Übernahmeangebot unterbreiten. Der Preis pro Aktie liegt bei 1200 Franken. Es sei die Zeit gekommen, die Aktionärsstruktur zu vereinfachen, heisst es weiter.

Das Unternehmen gewinne mit dem Rückkauf Agilität und Handlungsfreiheit in besonders herausfordernden Zeiten. Überdies ergebe sich für die Eigentümerfamilie eine einfachere Ausgangslage beim Übergang der Unternehmung zur fünften Generation im Hinblick auf eine Erbteilung. Zur Ermittlung eines fairen Preises hat der Verwaltungsrat der AZ Medien AG eine unabhängige und faire Bewertung der Aktien durch Ernst & Young AG vornehmen lassen. Die Treuhandgesellschaft hat einen Preis von CHF 1071.00 pro Aktie ermittelt.


Man sei jedoch bereit, über die BT Holding AG (zu 100% im Besitz der Familie) den Minderheitsaktionären vorab einen Preis von CHF 1200.00 pro Aktie anzubieten. Der Aufpreis von CHF 129.00 pro Aktie sei freiwilliger Natur und soll die Verbundenheit der Verlegerfamilie mit den Minderheitsaktionären bekunden. Die Offerte wird allen Aktionären per Briefpost zugestellt; sie müssen sich bis zum 25. März 2021 entscheiden, ob sie das Angebot annehmen wollen.

Falls nicht alle Minderheitsaktionäre auf das Übernahmeangebot einsteigen, ist vorgesehen, der kommenden Generalversammlung eine Barabfindungsfusion ("Squeeze Out") zwischen der AZ Medien AG und einer Tochtergesellschaft der BT Holding AG zu beantragen. Die Fusion gilt als genehmigt, wenn die Generalversammlung dem Fusionsvertrag mit einer Mehrheit von mindestens 90 Prozent aller Aktien zustimmt. Da die BT Holding bereits über 91,5 Prozent der Aktien verfügt, kann von einer Zustimmung ausgegangen werden.

Wie der Verwaltungsrat mitteilt, unterstützt er einstimmig das Vorhaben und das Angebot der Verlegerfamilie. Er empfiehlt den Aktionären, dieses anzunehmen, da im Falle eines "Squeeze Out" der Preis bei CHF 1071.00 zu liegen käme.

Keine Dividende aus 2020

Die AZ Medien Gruppe hat mit einem Umsatz von CHF 233,1 Mio., einem EBIT von CHF 10,8 Mio. und einem Gewinn von CHF 10,1 Mio. ein solides Ergebnis erzielt. Dies trotz massivem Rückgang der Erlöse. Der Verwaltungsrat führt das solide Resultat vor allem auf rigorose Sparmassnahmen, aber auch auf die Kurzarbeitsentschädigung und die Mediennothilfe des Bundes zurück. Angesichts der Pandemie und der anhaltend herausfordernden Situation hat der Verwaltungsrat den Beschluss gefasst, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2020 auszuschütten. Infolge der Covid-Verordnung des Bundes soll die Generalversammlung der AZ Medien AG Ende Mai wiederum ohne physische Präsenz durchgeführt werden. Als Zeichen des Dankes beabsichtigen der Verwaltungsrat und die Verlegerfamilie, die Minderheitsaktionäre anstelle der traditionellen GV zu einem Konzert von Argovia Philharmonic in der neuen Aarauer Reithalle einzuladen. Das Konzert wird stattfinden, sobald es die Covid-Situation wieder zulässt.

Watson auf der Überholspur

Erfreulich präsentiere sich das Ergebnis von watson. Das digitale Newsportal im Besitze der AZ Medien habe im Corona-Jahr die Werbeerträge massiv steigern können und schreibe erstmals schwarze Zahlen. Seit 1. März ist watson auch in der Romandie präsent.
Über AZ Medien

Die Geschichtsschreibung der AZ Medien beginnt 1836. Josef Zehnder aus Birmenstorf wird zum Zeitungsmacher und gibt die "Aargauer Volkszeitung" heraus. Zehnder ist ein politischer Feuerkopf, überzeugter Radikalliberaler und Kulturkämpfer, heisst es auf der Webseite. Als Familienunternehmen sind die AZ Medien seit über 180 Jahren dem Journalismus, der Kommunikation, der Meinungsvielfalt und dem demokratischen Rechtsstaat verpflichtet. In fünfter Generation entwickelt das Unternehmen zeitgemässe Medienprodukte für Konsumenten und Werbeauftraggeber. Man sei als Medien-Gruppe innovativ, beobachte die Märkte und adaptiere technische Entwicklungen. Partnerschaften erachte man als Schlüssel zum gemeinsamen Erfolg. Abschliessend heisst es zu den Visionen auf der Webseite: "Die wichtigsten Partner sind unsere Mitarbeitenden."



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