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Novartis bietet Home Office für immer an

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Die Konzernzentrale von Novartis in der Schweiz
© Novartis
Die Konzernzentrale von Novartis in der Schweiz
Novartis bietet seinen Mitarbeitenden an, für immer von zu Hause aus zu arbeiten. Das kündigte CEO Vas Narasimhan gestern bei der Präsentation der Halbjahreszahlen an. Das erste Halbjahr verlief für den Pharmakonzern halbwegs ordentlich. Der Umsatz kletterte um drei Prozent auf 23,6 Milliarden Dollar, der Reingewinn um zwei Prozent auf vier Milliarden.
Google macht es. Twitter und Siemens ebenso. Jetzt folgt Novartis dem Trend. In der Schweiz gehört der Pharmariese zu den ersten grossen Arbeitgebern, der seinen Mitarbeitenden anbietet, immer im Homeoffice zu arbeiten, wenn sie das möchten. Das kündigte gestern CEO Vas Narasimhan bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen an. Man wolle hier flexibler werden. In Absprache mit ihren Vorgesetzen können die Angestellten künftig entscheiden, ob sie ins Büro zurückkehren, teilweise oder ganz daheim arbeiten wollen. Novartis tauft dieses Modell "Choice with responsibility".


Das Thema beherrscht heute die Medien, nicht nur weil Novartis einer der wichtigen Arbeitgeber in der Schweiz ist und sich nicht nur dort die Frage stellt, was passiert eigentlich mit der dadurch frei werdenden Bürofläche. Vielmehr wird deutlich, dass die Corona-Pandemie mit dem Lockdown in vielen Unternehmen die Arbeitsprozesse doch nachhaltiger verändern könnte als das die Digitalisierung bisher geschafft hatte. Bereits Anfang des Monats hatte Xing in einer Umfrage festgestellt, dass die grosse Mehrheit (85 Prozent) der befragten Schweizer Unternehmen Homeoffice und Remote Working auch nach der Corona-Krise ermöglichen will.


Doch eigentlich ging es gestern bei Novartis vornehmlich um die Vorstellung der Ergebnisse zum Halbjahr. Die sehen auf den ersten Blick ordentlich aus. Der Umsatz kletterte bei Novartis um drei Prozent auf 23,6 Milliarden US-Dollar, das operative Ergebnis legte um vier Prozent auf etwas mehr als fünf Milliarden zu. Der Reingewinn liegt im Vergleich um Vorjahreszeitraum um zwei Prozent höher, bei vier Milliarden. "Novartis hat in der ersten Jahreshälfte trotz der Auswirkungen von COVID-19 eine starke Performance erzielt und damit die Widerstandsfähigkeit und Agilität unserer Mitarbeitenden und Betriebe unter Beweis gestellt", sagt Narasimhan.


Allerdings war das zweite Quartal schlechter gelaufen als das erste. Der Umsatz war zwischen April und Juni währungsbereinigt um ein Prozent auf 11,35 Milliarden Dollar zurückgegangen. Für das weitere Jahr agiert der Konzern daher vorsichtig. Er reduziert seine Erwartung leicht nach unten - auf ein Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich. mir
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