New Work

"Im Nicht-Pandemiefall wird sich ein Mix von Büro- und Remote-Work etablieren"

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Christoph Marty im Homeoffice
© Christoph Marty
Christoph Marty im Homeoffice
Corona verändert die Arbeitswelt. Aber wie? Wir wollten von Entscheidern in der Branche wissen, wie sich New Work in ihren Unternehmen auswirkt. Vier kurze Fragen und viele unterschiedliche Antworten. Die Meinung der Managerinnen und Manager veröffentlichen wir mit den kompletten Aussagen in einer Serie. Heute erklärt Christoph Marty, CEO von Clear Channel Schweiz, wie sich Arbeitsprozesse in seinem Unternehmen verändern.
Wie haben sich Arbeitskultur und Arbeitsprozesse bei Ihnen durch Corona verändert?
Seit dem Lockdown bis zu den ersten Öffnungsschritten haben fast alle unserer Officemitarbeitenden von zuhause aus gearbeitet. Mittlerweile sind gemäss unserem Schutzkonzept täglich höchstens 50 Prozent der Teams im Büro. Das klappt ausgezeichnet und die teilweise Zurückhaltung gegenüber Remote Work hat sich quasi in Luft aufgelöst.


Wie sieht das Büro der Zukunft aus - wird es bei Ihnen künftig ein Mischmodell aus Präsenz- und Home-Office geben? Wie wird da die Relation aussehen?
In unseren jährlichen Mitarbeiterumfragen hat sich gezeigt, dass sich Mitarbeitende vermehrt flexible Arbeitsmodelle wünschen. Unter dem Begriff Flexwork haben wir nun die Rahmenbedingungen für gleitende Arbeitszeit und Remote Working definiert und eingeführt -  Beides beruht auf Freiwilligkeit.
„Die teilweise Zurückhaltung gegenüber Remote Work hat sich quasi in Luft aufgelöst“
Christoph Marty, Clear Channel

Wenn Sie Home-Office zulassen, stellen Sie Ihren Mitarbeitern die Geräte wie Laptop, Smartphone und Drucker zur Verfügung oder müssen die Kollegen ihre eigenen Geräte nutzen? Da jeder Mitarbeitende einen voll ausgestatten Büroarbeitsplatz hat gibt es, ausser Laptop,  keine weiteren Leistungen oder Vergütungen für Remote Working. Der Wunsch, weiterhin einen Arbeitsplatz zu haben, wurde auch klar in einer Befragung bestätigt, die wir vor der Einführung der neuen Regelung ergänzend gemacht haben. Die nun beschlossenen Veränderungen sind in die überarbeiteten allgemeinen Anstellungsbedingungen eingeflossen. Im Nicht-Pandemiefall wird sich wohl ein Mix von Büro und Remote- Work etablieren. Zusätzlich werden wir neue Jobs wo immer möglich in Teilzeitpensen oder Jobsharing ausschreiben.


Welche digitalen Kollaboration-Tools nutzen Sie?
Wir setzen in der internen Kommunikation auf die App von Beekeeper, um alle Mitarbeitenden schnell und einfach zu erreichen und zu vernetzen, egal wo sie sich gerade befinden. Die App wurde vor 3 Jahren eingeführt, weil damit auch unsere Plakatanschläger, die über keinen Büroarbeitsplatz verfügen erreich werden. Dies hat die Kommunikation im März/April rund um Covid19 und Kurzarbeit deutlich erleichtert und die Nutzung war sehr intensiv. Was Zusammenarbeit betrifft sind wir bestens unterwegs mit Microsoft Teams.
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