New Work

Basler Agentur mit "Manifest für Unabhängigkeit"

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© Avi Richards auf Unsplash
Der Winter ging, Corona kam. Platz für Frühlingsgefühle gab es keine. Dafür viel Raum über das eigene Fortbestehen nachzudenken. Das Aufeinandertreffen von Covid-19, Digitalisierung, schrumpfender Werbeumsätze und einer Autraggeberschaft, die vermehrt selber Werbung produziert, hat den Veränderungsdruck auf Kreativagenturen massiv erhöht. Die Agentur "Yellow" hat die Gedanken darüber, wie man das Fortbestehen der eigenen Agentur sichern will, in einem "Manifest der Unabhängigkeit" geteilt.

Einen Schritt weiter gehen

"Yellow setzt auf Unabhängigkeit", steht in der Medienmitteilung. Man reagiere auf die Anforderungen der New-Work-Bewegung und ziehe die Lehren aus dem Lockdown. Der durch Covid-19 provozierte Lockdown und die nach wie vor geltenden Empfehlungen bezüglich Arbeit und Organisation hätten längst "glimmende Tiefenströmungen" befeuert wie zum Beispiel "Work-Life-Blending" oder das damit verbundene "Remote-Working". Die guten Erfahrungen aus der Heimarbeit habe nun die Agentur darin bestärkt, mit der Neuorganisation noch einen Schritt weiter zu gehen, heisst es weiter in der Mitteilung.

Unabhängigkeit als höchstes Gut

Unabhängigkeit ist das höchste Gut, privat als auch geschäftlich. Davon sind sie bei "yellow" überzeugt. Denn sie bedeute Bewegungsfreiheit, Selbstbestimmung, Souveränität, Chancengleichheit und Spielraum. Daraus resultiere Widerstandsfähigkeit, welche die Unternehmen gegenüber Veränderungen resistenter mache. Mit ihrem «Manifest der Unabhängigkeit» will die in Basel beheimatete Kreativagentur nach innen und nach aussen ein Zeichen setzen.

Manifest steckt den Rahmen ab

In sechs Punkten beschreibt die Erklärung, wie sich die auf Rollen, Talenten und Teams basierten Organisation gegenüber Kunden, Partnern und Öffentlichkeit verhalte. Weiter steckt das Manifest auch den Rahmen ab, der die tägliche Arbeit prägen soll. So zum Beispiel findet Arbeit bei Yellow fortan unabhängig von einem bestimmten Arbeitsort statt und die Teams entscheiden vollständig in eigener Verantwortung, wie ein Projekt entwickelt wird. Agenturinhaber Reto Meyer dazu: «Beim Start vor zwei Jahren haben wir eine Vision von Yellow skizziert. Mit dem Manifest – und vor allem, was es definiert – sind wir diesem Idealbild wieder einen Schritt nähergekommen.»


Das "Manifest für Unabhängigkeit" von Yellow als PDF

Echtes Zukunftsmodell oder frommer Wunsch?

Liefert das "Manifest zur Unabhängigkeit" Handfestes für die Gestaltung von Agenturzukunftsmodellen oder ist es Ausdruck eines frommen Wunsches, einer Befindlichkeit, die sich mit Shakespears "Der Wunsch ist Vater des Gedankens" auf den Punkt bringen lässt? Ihre Meinung dazu interessiert uns und bestimmt auch andere Leserinnen und Leser von HORIZONT SWISS. Kommentieren Sie hier, auf Twitter oder LinkedIn mit dem Hashtag #horizontswiss

Über Yellow
Yellow ist eine strategische Kreativagentur. Sie unterstützt Marken und Unternehmen dabei, unabhängiger zu sein und zu bleiben. Die eigene Sicht von aussen führt zu neuen Einsichten, woraus man gemeinsam mit den Kunden wirkungsvolle Strategien und kreative Lösungen entwickle.
Gotomeeting
© Gotomeeting/Screenshot
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