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Für zwei Drittel der Deutschschweizer ist Geld nicht alles

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Viele Deutschschweizer können sich vorstellen, dass Arbeitgeber neue Massstäbe an die Entlohnung anlegen
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Viele Deutschschweizer können sich vorstellen, dass Arbeitgeber neue Massstäbe an die Entlohnung anlegen
66 Prozent der Berufstätigen in der Deutschschweiz sind der Ansicht, dass Geld nicht die einzige Möglichkeit ist, Leistung und Arbeit zu honorieren. Das geht aus einer Xing-Studie hervor.

Das Karriere-Netzwerk Xing hatte das Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Marketagent.com damit beauftragt, im Frühjahr dieses Jahres 500 berufstätige Personen im Alter zwischen 18 und 65 in der Deutschschweiz zum Thema Lohn zu befragen. Demnach finden nur zehn Prozent der Umfrageteilnehmer, dass Geld als Lohn alternativlos sei.


Für 69 Prozent der Befragten wäre es der Untersuchung zufolge denkbar, einen Teil ihres Gehalts in Form von zusätzlichen Ferientagen zu beziehen. Knapp die Hälfte kann sich Vergünstigungen für bestimmte Dienstleistungen und Produkte als Lohnbestandteil vorstellen. Auch Sachleistungen des eigenen Unternehmens oder von Partnerunternehmen sind für 38 Prozent eine Option. Wenig abgewinnen können Arbeitnehmende einer schöneren Büroausstattung als Teil der Vergütung: Lediglich sechs Prozent würden dies anstelle von Geld akzeptieren.

Die Präsenzzeit hat laut der Auswertung als Mass für die Festlegung des Lohns bei den meisten Befragten ausgedient. 22 Prozent sind der Meinung, dass die Arbeitszeit der geeignetste Weg ist, um die Bezahlung zu bestimmen. 60 Prozent vertreten dagegen die Auffassung, dass die Leistung und das Erreichen von Zielen honoriert werden sollen. Und 49 Prozent sagen, dass auch Kollegialität und eine gute Zusammenarbeit einen Einfluss auf den Lohn haben sollen.

Weniger als die Hälfte, nämlich 43 Prozent, der Befragten empfinden die Art, wie Arbeitsleistung im eigenen Unternehmen gemessen wird, als fair.

Die Mehrheit der Berufstätigen (63%) befürwortet Lohntransparenz im eigenen Unternehmen. 23 Prozent stehen dem Thema unentschlossen gegenüber, lediglich 14 Prozent sprechen sich dagegen aus. Die Realität sieht bei den meisten Schweizer Firmen jedoch anders aus: 15 Prozent der Befragten sagen, dass in ihrem Unternehmen offen über den Lohn gesprochen wird. Und nur 23 Prozent kennen das Gehalt ihrer Kollegen.

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