Neuromarketing

JvM/Limmat setzt auf "Bias-Based Creativity"-Ansatz

   Artikel anhören
Das Projektteam: Johanna Gollnhofer und Matthias Fuchs (r.) von der Uni St. Gallen, Stefan Naef (2.v.l.), René Schwarz (l.) und Christian Omlin von JvM/Limmat
© zVg
Das Projektteam: Johanna Gollnhofer und Matthias Fuchs (r.) von der Uni St. Gallen, Stefan Naef (2.v.l.), René Schwarz (l.) und Christian Omlin von JvM/Limmat
Warum kaufen Restaurantbesucher eher den zweitgünstigsten als den günstigsten Wein? Warum schieben Menschen das Thema Altersvorsorge vor sich her? – Die Agentur Jung von Matt/Limmat will dieses zunächst irrational erscheinende Konsumverhalten entschlüsseln und die Erkenntnisse nutzen.
Dafür hat der Kreativdienstleister die Wissenschaft eingebunden. Zusammen mit Johanna Gollnhofer, assoziierte Professorin für Digitales Marketing an der Universität St.Gallen, entwickelte er "Bias-Based Creativity", einen interdisziplinären Ansatz, der auf Basis von mehr als 160 wissenschaftlich identifizierten Cognitve Biases, also unbewussten Denkmustern, wirkungsvollere Kreationen hervorbringen soll.


Die kognitiven Verzerrungen (Cognitive Biases) beeinflussen laut JvM/Limmat unser tägliches Entscheidungsverhalten. Ihr gezielter Einsatz erlaube es, Markenkommunikation effektiver zu gestalten, und eröffne Marken neue Profilierungschancen. "Es gibt international einige Marken, die Cognitive Biases erfolgreich nutzen, aber noch sind es erst wenige in der Schweiz", wird Stefan Naef, Chief Consulting Officer von JvM/Limmat, in einer Mitteilung zitiert. "Wir sehen ein grosses Potenzial für hiesige Marken, ihre Kommunikationswirkung gezielt zu optimieren."

Ein Schweizer Unternehmen, das Cognitive Biases bereits für die Marketingkommunikation nutzt, ist nach Agenturangaben die Zürcher Kantonalbank (ZKB), deren Kampagne für die Säule 3a-App "Frankly" mit Hilfe von Cognitive Biases optimiert worden sei.
Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats