Neuer RSI-Direktor

Mit Mario Timbal zur Transmedialität

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Mario Timbal, 43, anlässlich seiner Präsentation in Comano, Ticino
© Screenshot SRF
Mario Timbal, 43, anlässlich seiner Präsentation in Comano, Ticino
Der gebürtige Tessiner, frühere COO des Locarno Film Festivals und heutige operative Leiter einer Kulturstiftung in Arles Mario Timbal, ist heute als neuer Direktor von Radiotelevisione svizzera die lingau italiana (RSI) bestätigt worden. Er übernimmt die Funktion im Frühjahr 2021. SRG-Chef Gilles Marchand sagt, Timbals Erfahrung im Kultur-Management, seine Sozialkompetenz und sein Gespür für die Bedürfnisse der italienischen Schweiz würden in dieser Phase der Transformation von grossem Nutzen sein.
Bis zu Mario Timbals Eintritt wird Maurizio Canetta, 64, das Unternehmen leiten. Canetta hat nach 40 Jahren bei RSI und sechs Jahre davon als dessen Direktor im Sommer 2020 seinen Rücktritt per erster Jahreshälfte 2021 angekündigt. Gilles Marchand: "Maurizio Canetta danke ich bereits heute für seinen langjährigen, engagierten und grossen Einsatz für RSI. Er geniesst bis zur Amtsübergabe weiterhin mein vollstes Vertrauen."
Über Mario Timbal
Mario Timbal wurde 1977 in Locarno im Tessin geboren. Nach einem Studium der Literaturwissenschaften in Lausanne arbeitete er von 2005 bis 2007 als Journalist beim "Corriere del Ticino" in Lugano. Er war bis 2009 als Business Development Manager bei der Cannondale Cycling Group tätig und arbeitete ab 2009 in diversen Funktionen beim Locarno Film Festival - zuerst als Marketing- und Sponsoring-Verantwortlicher, von 2013 bis 2017 als dessen Chief Operating Officer. 2017 übernahm er die operative Leitung der Kulturstiftung Luma in Arles in Südfrankreich. Mario Timbal ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Timbal ist Sohn der früheren Bundesanwältin Carla del Ponte.

Luigi Pedrazzini, Präsident der Società cooperativa per la Radiotelevisione svizzera di lingua italiana (Corsi) und Vizepräsident des SRG-Verwaltungsrats sagt, man habe bis zuletzt die Wahl aus einer grossen Anzahl qualifizierter Bewerberinnen und Bewerber gehabt, sei nun aber überzeugt, eine sehr gute Wahl getroffen zu haben. Mario Timbal selbst freut sich auf die neue Aufgabe und auf die damit verbundene Rückkehr in seine Heimat. Er könne sich keine motivierendere Aufgabe vorstellen, als zur Stärkung des Service public beizutragen und RSI durch diese Phase des Wandels hin zur Transmedialität zu führen.
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