Medienmonitor 2019

Social Media gewinnen an Einfluss

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 Der Medienmonitor bezieht in seine Auswertung nur Facebook, Instagram, Twitter und Youtube ein
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Der Medienmonitor bezieht in seine Auswertung nur Facebook, Instagram, Twitter und Youtube ein
Social Networks und journalistische Onlinemedien nehmen an Bedeutung für die Meinungsbildung in der Schweiz zu. Ihr Einfluss wächst vor allen in der Romandie und unter jüngeren Leuten. Dies geht aus dem Medienmonitor Schweiz für das Jahr 2019 hervor.
Zunächst: Insgesamt bleibt das Fernsehen laut Medienmonitor das wichtigste Medium für die Meinungsbildung in der Schweiz. TV hat im vergangenen Jahr 28% des relativen Meinungsbildungspotenzials auf sich vereint. An zweiter Stelle steht Radio (22%), gefolgt von Print (20%), journalistischen Onlinemedien (17%) und Social Media (13%).


Allerdings: Im Ranking der Meinungsmacht machen die Sozialen Medien an Boden gut. In der Italienischen Schweiz überholen sie über alle Altersgruppen hinweg mit 17% Online (14%) und schliessen zu Print (ebenfalls 17%) auf. In der Französischen Schweiz besetzen Social Media bereits fast ein Fünftel (19%) der sprachregionalen Meinungsmacht und rangieren noch vor Online (13%) und neuerdings auch vor Print (17%).

Was die Meinungsbildung der jungen Schweizer Bevölkerung zwischen 15 und 29 Jahren angeht, haben Social Media mit 34% der Meinungsmacht den grössten Einfluss, noch vor Radio (21%), journalistischen Onlinemedien (18%), Print (16%) und Fernsehen (11%).


Der von Publicom im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) erhobene Medienmonitor Schweiz erhebt das Potenzial für die Meinungsbildung von journalistischen Medienmarken und Mediengattungen (Print, Radio, TV, Online) sowie von ausgewählten Social-Media-Angeboten auf drei geografischen Ebenen (Schweiz, Sprachregionen und 14 lokal-regionale Medienräume). In die Grösse Meinungsmacht fliessen laut Bakom die Reichweite eines Mediums und die ihm durch das Publikum zugeschriebene Qualität ein. Die Studie misst nicht eine absolute Wirkung, sondern vergleicht das relative Einflusspotenzial von unterschiedlichen Medien auf die Meinungsbildung. Die Zahlen sollen ein Bild wiedergeben, wie stark die Medien im Vergleich untereinander die Meinungsbildung beeinflussen können.
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