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Mit Onlinewerbung ist die Schweiz nun ein 7-Milliarden-Werbemarkt

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Der Dezember schloss mit 616.7 Millionen Bruttofranken. Dies entspricht einem Rückgang von -13.7 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Damit steht fest: Der November bleibt, wie in den Jahren zuvor, der werbestärkste Monat des Jahres. Verglichen mit 2017 wuchs der Brutto-Werbedruck im 2018 jedoch an - egal ob mit oder ohne Datenerweiterung – um +5.8 Prozent respektive +1.0 Prozent.
Durch die Datenerweiterungen im Suchmaschinenmarketing und die Integration von YouTube knackt das Werbejahr 2018 erstmals die 7-Milliarden-Bruttofranken-Marke. Dies entspricht unbereinigt einem Plus von 17.7 Prozent im Vorjahresvergleich. Das bereinigte organische Wachstum liegt deutlich niedriger bei 1.4 Prozent.
Datenintegration: Internet und TV – und neu auch Youtube

Die Mediengruppe Internet wird im Werbemarkt Trend seit Januar 2017 inklusive Search-Desktop Werbung ausgewiesen. Per Datenabschluss Juli 2017 wurde zusätzlich Search-Mobile in die Werbestatistik von Media Focus integriert. Im Januar 2018 erfolgte die Integration von Search (Desktop + Mobile) für die Romandie, auf Basis zehntausender französischer Suchbegriffe (Anteil an Search YTD: 85% DE/15% FR). Seit März 2018 werden auch YouTube-Daten (Display und Video) rückwirkend ab Januar 2018 im Werbemarkt Trend ausgewiesen (Anteil am Media Mix YTD 1%).



Darüber hinaus enthält die Mediengruppe TV ab Januar 2018 TV-Sponsoring sowie die Werbeformen Pre Split, Post Split, Single Split und Time.

Die Integration der Search-Daten, Desktop (Januar 2017) und Mobile (Juli 2017) in die Werbestatistik von Media Focus führt zu einem deutlichen Anstieg des Internet-Anteils im Media Mix. Seit Januar 2018 werden neu auch Search-Daten für die Romandie erhoben (Anteil an Search: 85% DE/15% FR).

Last-Minute-Wechsel in den Top 10

Gold, Silber und Bronze gehen, wie sich bereits deutlich abzeichnete, an die Branchen Freizeit, Gastronomie & Tourismus, Dienstleistung sowie Finanzen. Dies obwohl sich die Finanzbranche, nach drei Monaten mit dem höchsten Werbedruck, im Dezember eine Verschnaufpause gegönnt hat und im Monatsranking "nur" auf dem siebten Platz gelandet ist.


Auf den Rängen sieben bis zehn gibt es 2018 hingegen noch den ein oder anderen Wechsel. Detailhandel zieht im Jahresendspurt an der Nahrungsmittelbranche vorbei, Mode & Sport verweist Fahrzeuge auf den achten Platz, und das Vorweihnachtsgeschäft katapultiert Digital & Haushalt vor Initiativen & Kampagnen auf Rang 9.

Vorweihnachtsgeschäft pusht Digital & Haushalt

Ein neues Smartphone, ein PC, eine Küchenmaschine oder eine Spielekonsole – egal ob online oder im Laden gekauft – elektronische Geräte dürften es unter die meisten Schweizer Weihnachtsbäume geschafft haben – jedenfalls, wenn es nach den Werbeauftraggebern und ihren kreativen Handlangern geht. Digital und Haushalt sowie die dazugehörige Produktgruppe IT, Hard- & Software verzeichnen den höchsten prozentualen Werbedruck-Anstieg im Vorjahresvergleich (+30.4%, resp. +30.9%). Dahinter folgt die Finanzbranche (+25.7%) mit der Produktgruppe Versicherungen (+25.5%) und auch Verkehrsbetriebe sowie politische Kampagnen verzeichnen eine Steigerung von über 20 Prozent. Anders als im 2017 legt auch die Getränkebranche im Dezember nochmals deutlich zu, +19.5 Prozent im Vergleich zum Vormonat und +17.5 Prozent verglichen mit Dezember 2017.

Medienbranche führt die Negativliste an

Mit einem Rückgang von rund einem Fünftel verglichen zu 2017 (-20.7%) beschliesst die Medienbranche ein werblich schwaches Jahr. Auch die Branchen Energie, Mode & Sport sowie Telekommunikation reduzieren, verglichen zum Vorjahr, im zweitstelligen Prozentbereich. Danach folgen die Produktgruppen PKW (neu) mit einem Minus von 9.8 Prozent sowie die Branchen Kosmetik & Körperpflege (-7.9%) und Tabak (-6.3%). Auch Uhren & Schmuck, Persönlicher Bedarf, die Fahrzeugbranche und Pharma & Gesundheit senken den Brutto-Werbedruck. Deren Rückgang liegt jedoch unter fünf Prozent.
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