Mediabrands-Studie

Social Media verliert Reichweite in der Schweiz

Social Media hat nur noch 55 Prozent Reichweite
© Publicom Mediabrands 2018
Social Media hat nur noch 55 Prozent Reichweite
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Die Nutzung von Sozial Media in der Schweiz ist rückläufig. Gegenüber 2017 nahm Die Reichweite von Facebook, Twitter & Co. um vier Prozent ab. Dies geht aus der aktuellen MediaBrands-Studie der Publicom hervor. Auch das Image der Portale hat gelitten.



Nachdem in den letzten Jahren die Social Media Nutzung stetig zulegte, drehte sich der Trend in diesem Jahr erstmals um. Noch 55% der Schweizer Bevölkerung nutzen soziale Medien – vier Prozent weniger als vor einem Jahr. Damit verloren die Social Media mehr Nutzer als die Printmedien, die nur ein Prozent an Reichweite einbüssten und (inklusive Digitalnutzung) 94% der Schweizer Bevölkerung zwischen 15 und 79 Jahren erreichen.

Die sozialen Medien beklagen aber nicht nur Reichweitenverluste, sondern müssen auch Imageeinbussen verkraften. Die diversen Skandale (Datenmissbrauch, Fake News etc.) haben offensichtlich Spuren hinterlassen. Insbesondere die Markenimages von Facebook und Twitter wurden arg zersaust. Beide haben kräftig an Sympathie und Vertrauen verloren. Facebook hat von allen erhobenen Marken den tiefsten Glaubwürdigkeitswert. Eine hohe Glaubwürdigkeit geniessen in der Schweizer Bevölkerung weiterhin die regionalen, abonnierten Tageszeitungen und die öffentlich finanzierten Radio- und Fernsehsender. Insgesamt bleibt die Glaubwürdigkeit der Medien in der Schweiz unverändert hoch. Romands und Tessiner vertrauen ihren Medien aber etwas weniger als die Deutschschweizer.

Die Top-Medienmarken der Schweiz sind meist regional
© Publicom Mediabrands 2018
Die Top-Medienmarken der Schweiz sind meist regional
Heimische Medienmarken meist besser bewertet

Die Schweizerinnen und Schweizer bewerten (regionale) Schweizer Medienmarken bezüglich der meisten publizistischen und funktionalen Aspekte besser als die internationalen Medien. Nur in Sachen Unterhaltungswert schwingt ein US-Internetgigant, die Google-Tochter YouTube, oben aus. Vor allem in der Deutschschweiz und der Romandie unterhalten sich die Leute mit YouTube-Videos besser als mit allen anderen Medienmarken.

Mit der MediaBrands-Studie ermittelt Publicom jährlich die Brand Performance von Medien­marken in der Schweizer Bevölke­rung. Die Erhebung 2018 wurde im April und Mai durchgeführt und basiert auf einer für die Bevölkerung von 15-79 Jahren repräsentativen Stichprobe von 4’828 Personen. Die statistische Fehlerquote liegt bei +/- 1.4%. vg

 




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