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Schweizer Werbemarkt in dynamischem Wandel

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Out-of-Home legt ordentlich zu
© zvg/APG
Out-of-Home legt ordentlich zu
Der Werbemarkt schrumpft - der Verteilungskampf um die Werbebudgets ist in vollem Gange: Während Social Media und Out-of-Home stark zulegen, vermögen TV und Online ihre starke Position zu halten. Die von der Media.Research.Group in den ersten Monaten diesen Jahres bei den Top 750 Werbeauftraggebern im Schweizer Werbemarkt durchgeführte Befragung über deren Werbeinvestitionen im laufenden Jahr zeigt mit aller Deutlichkeit, wie weit der Umbau des Werbemarktes bereits fortgeschritten ist.

Erstaunlich, wie gut sich die klassische Werbung in dieser heiklen Phase der Entwicklung des Werbe- und Kommunikationsmarktes als Ganzes behauptet. Mit einem Plus von weiteren 3,4 Prozent baut sie ihre führende Rolle als wichtigster Werbeträger auch 2019 deutlich aus, nachdem sie bereits im letzten Jahr 2,6 Prozent zugelegt hatte. Noch vor drei Jahren war ihr Anteil unter die 50-Prozent-Marke gefallen. Zuvor gab es eine längere Periode von fünf Jahren, in der die klassische Werbung durchgehend Werte über der 50-Prozent-Marke erreichte. Und nun also hat sie den ausserordentlich hohen Wert von 55.2 Prozent erreicht. 

Die Sozialen Medien weiterhin mit starkem Aufwind

Kommt hinzu, dass die klassische Werbung in einem schrumpfenden Werbemarkt widerstandsfähiger zu sein scheint als die meisten Nicht-Klassischen Werbe- und Kommunikationsmittel. In der Tat fahren mit Ausnahme der Sozialen Medien alle andern Kommunikationsgattungen Verluste ein. Während die Sozialen Medien in den letzten beiden Jahren 3,3 Prozent Marktanteil hinzugewonnen haben, muss die Direktwerbung einen Verlust von 3,4 Prozent hinnehmen. Below-the-Line ist 2019 durch einen grossen Marktanteilsverlust von 3,3 Prozent erstmals unter die 10-Prozent-Marke gefallen. Ähnlich sieht es für das Sponsoring aus. Mit einem Marktanteil von 7,4 Prozent sind die Sozialen Medien nicht mehr weit von der Direktwerbung, Below-the-Line und dem Sponsoring entfernt. Messen und PR haben sie schon einmal deutlich hinter sich gelassen.


Kommunikationsmix der Top 750 Werbeauftraggeber in der Schweiz 2019

Quelle: (Media.Research.Group)
Klar ist, dass nach wie vor, trotz der vielen Veränderungen in der Kommunikationslandschaft, mehr als jeder zweite Werbefranken in die Medien der klassischen Werbung investiert wird. Weiter aufgefächert, zeigt die klassische Werbung schnell, dass nicht alle in gleichem Masse von dieser Entwicklung profitieren können.

Out-of-home-Digital – das Medium der Stunde im Werbemarkt

Vor zwei Jahr wurde Out-of-home-Digital erstmals abgefragt. Ihr Anteil lag damals, beim Start, bei 2,3 Prozent. Nun aber steht dieses neue Medium bereits mit einem Marktanteil von 9,5 Prozent zu Buche. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 5,4 Prozent.

Out-of-home-Print, die ehemalige Aussenwerbung, bekommt dies langsam zu spüren. Ihr Anteil sinkt von 11,3 Prozent auf 9,3 Prozent. Noch vor einem Jahr schien es, als ob die klassische Aussenwerbung von Out-of-home-Digital nicht bedrängt würde. Der Markteintritt dieses Mediums machte andern zu schaffen. Nun aber, ein Jahr später, ist die klassische Aussenwerbung von Out-of-home-Digital bereits überholt worden.

Print verliert nochmals deutlich

Die wichtigsten Werbegattungen der klassischen Werbung sind weiterhin TV und Online. Print fällt 2019 aus dieser Spitzengruppe zurück. Bis vor einem Jahr vermochte Print noch dran zu bleiben. Der Abstand zur Spitze betrug lediglich 1,8 Prozentpunkte. Nun aber sind daraus auf einen Schlag 9,3 Prozentpunkte geworden. TV legt 1,1 Prozent zu und liegt nun bei einem Marktanteil von 29 Prozent. Online legt um 0,9 Prozent zu und liegt nun bei 27,9 Prozent. Print verliert 6,4 Prozent und fällt damit unter die 20 Prozent-Marke. Walter Weder

Mediamix der Top 750 Werbeauftraggeber in der Schweiz 2019

Quelle: (Media.Research.Group)


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