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Werbedruck hat 2019 um 2,4% zugenommen

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Die Top Ten-Werbungtreibenden in der Schweiz im Jahr 2019
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Die Top Ten-Werbungtreibenden in der Schweiz im Jahr 2019
Freizeit, Gastronomie und Tourismus haben im vergangenen Jahr, wie schon 2018, für den höchsten Werbedruck aller Branchen gesorgt. Die stärkste Abnahme der Bruttowerbeinvestitionen verzeichnet die Branche Initiativen & Kampagnen mit einem Minus von 8,7%.
Die Branche Freizeit, Gastronomie & Tourismus steigerte ihren Jahreswerbedruck nach Angaben von Media Focus im Vorjahresvergleich um knapp zwölf Prozent. Sie hat damit als erste Branche überhaupt die 700-Millionen-CHF-Grenze geknackt. Mit grossem Abstand von fast 75 Millionen CHF folgt die Dienstleistungsbranche auf Rang zwei, die ihren Werbedruck gegenüber 2018 um 7,4% auf 686 Millionen CHF brutto erhöhte. Auf Platz drei rangiert, wie 2018, die Finanzbranche, die sich im Vorjahresvergleich ebenfalls leicht gesteigert (+2,3 %) und erstmals einen Bruttowerbedruck von mehr als 600 Millionen Bruttofranken generiert hat.


In sechs von 21 Branchen sind die Bruttowerbeausgaben gegenüber 2018 rückläufig gewesen – in überschaubarem Ausmaß. Neben Initiativen & Kampagnen sind unter anderen auch die Getränkebranche (-5,6%), Mode & Sport (-4,3%) und die Nahrungsmittelbranche (-2,5%) werblich weniger stark unterwegs gewesen.

Die Tabakbranche, die aufgrund der gesetzlichen Gegebenheiten weder im Fernsehen noch im Radio werben darf, sorgt mit einem Jahreswerbedruck von knapp 14 Millionen Bruttofranken für den tiefsten Werbedruck aller Branchen. Prozentual hat sie im Jahr 2019 dafür am stärksten zugelegt. Hauptsächlich durch E-Zigarettenwerbung getrieben, legte ihr Werbedruck ein Plus von 124,1% gegenüber 2018 hin.


Der Mediamix des gesamten Schweizer Werbemarkts veränderte sich 2019 nur leicht gegenüber dem Vorjahr. Es ist lediglich eine Verschiebung von Print in Richtung Internet zu erkennen. So machte die Internetwerbung 40 Prozent des Jahreswerbedrucks aus, was einem Plus von 4% gegenüber 2018 entspricht. Gleichzeitig verlieren die Printmedien 4% des Kuchens und sorgen noch für etwa ein Fünftel des Jahreswerbedrucks. Out-of-Home Werbung macht 10% des Jahreswerbedrucks (+1 %) aus, Radiowerbung noch 2% (-1 %). Fernseh- und Kinowerbung können ihre Anteile halten.
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