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Schweizer Werbemarkt bricht im April ein

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Die Zahlen liegen vor. Die Corona-Krise trifft den Schweizer Werbemarkt im April mit voller Wucht. Nur 312.8 Millionen Franken Werbedruck – Jahrestiefstwert. Dies entspricht einem weiteren Rückgang von -29.5 Prozent im Vergleich zum Vormonat, welcher bereits die ersten Spuren der Ausgangssperre zeigte. Im Vorjahresvergleich liegt der Bruttowerbedruck im Monat April sogar 40.2 Prozent respektive 210 Millionen Bruttowerbefranken tiefer als 2019. Insgesamt beläuft sich der Bruttowerbedruck 2020 (YTD) auf 1,6 Milliarden. Ein Minus von -17.2 Prozent.

Werbedruck im Gesamtmarkt

Entwicklung des Werbedrucks per April 2020 in Mio. Bruttofranken
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Entwicklung des Werbedrucks per April 2020 in Mio. Bruttofranken

Die Krise trifft Out-of-Home mit Verzögerung – aber hart

Leere Strassen, leere Trams. Warum Plakatwerbung schalten, wenn es kaum jemand sieht? Das dachten sich wohl auch die Werbetreibenden in der Schweiz. Minus 66.3 Prozent weniger Werbedruck als im Vorjahr. Allerdings trat der Effekt mit Verzögerung ein. Andere Mediengruppen zeigten bereits im März Rückgänge im Bruttowerbedruck. Wie man mit Kreativität Werbedruck in mediale Reichweite umwandeln kann, zeigt ein Beispiel einer OOH-Imagekampagne aus Deutschland. „Wir danken allen, die dieses Plakat nicht sehen #STAYATHOME“. Der Absender: hohes C. Noch stärker als OOH trifft es im April nur noch die Kinos. Diese blieben geschlossen. Die Folge – kein Werbedruck. Den drittstärksten prozentualen Rückgang erfährt Radiowerbung (-56.2%), gefolgt von Printwerbung (-42.8%) und TV-Werbung (-38.0%). Internetwerbung zeigt die höchste Stabilität mit „nur“ einem Viertel weniger Bruttowerbedruck als im Vorjahr (-25.1%).
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Krisengewinner Tabakwaren

Lediglich die Tabakbranche steigert im Vorjahresvergleich, wie bereits im Vormonat, den Werbedruck (+57.8%). Auf die Gesamtentwicklung des Schweizer Werbemarktes hat dies jedoch keinen Einfluss. Mit weniger als einer halben Million Bruttowerbefranken liegt der Anteil der Tabakbranche bei 0.1 Prozent.

Werbedruckreduktion > 50 Prozent

Am stärksten trifft es die Veranstaltungsbranche. Der Bruttowerbedruck ist im April 2020, verglichen zu 2019, um 84.7 Prozent gefallen. Danach folgt die Fahrzeugbranche, ohne Autosalon, Pendlerverkehr und ohne die sichere Kaufkraft der Kunden, sinkt der Werbedruck, der stark Plakatwerbungaffinen Branche, im April um 75.1 Prozent. Freizeit, Gastronomie, Tourismus (-64.2%), Verkehrsbetriebe (-63.5%), Energie (-55.2%) und Mode & Sport (-50.5%) komplettieren die Liste der Branchen, deren Bruttowerbedruck sich im April, verglichen zum Vorjahr, mehr als halbiert hat.

Ausblick

Die Bilanz für die Werbebranche nach sechs Wochen Lockdown ist ernüchternd. Mit den ersten Lockerungen am 11. Mai gibt es nun Licht am Ende des Tunnels. Man darf gespannt sein ob und wie schnell die Schweizer (Werbe-)Wirtschaft wieder Fahrt aufnimmt.

Werbedruck in den Branchen

Werbedruck nach Branchen
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Werbedruck nach Branchen

Top des Monats 

Die Top Werbungtreibenden und meistbeworbenen Produkte sowie Dienstleistungen (ohne Sortiments- und Imagewerbung) im April
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Die Top Werbungtreibenden und meistbeworbenen Produkte sowie Dienstleistungen (ohne Sortiments- und Imagewerbung) im April
Coop, Procter & Gamble, Migros und Swisscom bleiben auch in der Krise wichtige Stützen des Schweizer Werbemarkts. Bei den Produkten ist zu sehen, dass viele Kampagnen unter der Flagge "Coronavirus" liefen. Auffalend aber nicht überraschend bei der Produkterangfolge ist, dass vor allem Produkte für den täglichen Bedarf für zuhause die Top 10 dominieren. Amorana.ch beispielsweise scheint hier die Gunst der Stunde genutzt zu haben.

Media Mix Analyse 

Media Mix für den Monat April 2020
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Media Mix für den Monat April 2020
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