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Out-of-Home topp, der Rest floppt

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Werbedruck in den Branchen: Detailhandel ist YTD wieder im Plus
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Werbedruck in den Branchen: Detailhandel ist YTD wieder im Plus
Die Out-of-Home-Werbung floriert weiter. Im vergangenen Monat hat die Aussenwerbung nach der Auswertung von Media Focus gegenüber Juni um zehn Prozent zugelegt. Im Vorjahresvergleich erhöhte sich der OoH-Werbedruck mit knapp 56 Millionen Bruttofranken gar um 22,3 Prozent.
Insgesamt steckten Werbungtreibende den Berechnungen der Marktforscher zufolge im Juli 329,3 Millionen Franken brutto in Anzeigen, Spots und Co. Damit lag der Werbedruck im Juli nur leicht über dem Jahrestiefstwert aus dem April, als der landesweite Lockdown den Werbemarkt einbrechen liess. Der Rückgang gegenüber Juli 2019 beträgt 9,2 Prozent. Kumuliert liegt der Werbedruck der ersten sieben Monate dieses Jahres laut Media Focus etwa 18 Prozent unter dem Vorjahreswert.


Abgesehen von Out-of-Home-Werbung ist der Werbedruck in allen anderen Gattungen im Vorjahresvergleich weiterhin rückgängig. Besonders stark hat es im Juli die Fernsehwerbung getroffen, heißt es von Seiten der Zürcher Markforscher. Der TV-Werbedruck liegt mit 69 Millionen Bruttofranken rund ein Viertel unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang der Fernsehwerbung macht sich demnach auch im Mediamix bemerkbar: Im März war TV-Werbung für 34 Prozent des gesamten Werbedrucks verantwortlich, im Juli nur noch für 21 Prozent.

Bezogen auf den Zeitraum von Anfang des Jahres bis Ende Juli liegen die Reinigungsbranche sowie Bauen, Industrie, Einrichtung und der Detailhandel mit ihren Spendings gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Plus. Der Grossteil der Branchen sieht sich jedoch weiterhin mit einer Abnahme des Werbedrucks konfrontiert. Nur sechs Branchen steigerten den Bruttowerbedruck im Juli gegenüber Juli 2019, während 15 ihre Ausgaben senkten.
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