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Der Juli verursacht wieder eine Delle im Werbedruck-Trend

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Der Bruttowerbedruck liegt im Juli bei 463 Millionen Bruttofranken. Dies entspricht einer Steigerung um 1.8 Prozent verglichen zum Vorjahresmonat. Trotzdem ist das Sommerloch deutlich spürbar: Der Juli ist, wie schon in den beiden Jahren zuvor, der bisher werbeschwächste Monat des Jahres. Gesamthaft liegt der kumulierte Werbedruck aber noch leicht über dem Vorjahreswert (+2.5%).
Die Branchenrangliste über das ganze bisherige Jahr hinweg widerspiegelt sich im Werbeverhalten des Monats Juli. Tabellenführerin Freizeit, Gastronomie und Tourismus agiert am aggressivsten und ist einmal mehr für den höchsten Bruttowerbedruck des Monats verantwortlich. Auch prozentual steigert die führende Branche den Werbedruck verglichen zum Vorjahresmonat am deutlichsten der Top Ten (+15.5%).


Die zweitplatzierte Dienstleistungsbranche erhöht den Werbedruck im Juli im Vorjahresvergleich ebenfalls um 5.9 Prozent. Die Finanzbranche auf Position drei agiert werblich defensiver als im Vorjahresmonat, weil aber Verfolger Bauen, Industrie, Einrichtung 1.3 Prozent weniger als im Juli 2018 investiert, gibt es keine Verschiebungen auf dem Podest. Auch im hinteren Teil der Rangliste bleibt, bis auf zwei Veränderungen, alles beim Alten. Der Detailhandel überholt die Fahrzeugbranche und befindet sich neu in Lauerstellung auf Rang 5. Zudem tauschen die Medien- und die Reinigungsbranche die Plätze.

Tabakbranche: Immer noch relativ top & absolut flop

Obwohl der politische Gegenwind gegen die Tabakwerbung zunimmt, konnte der Werbedruck wie bereits in den beiden vorherigen Monaten im Vorjahresvergleich erneut gesteigert werden (+258.2%). Den grössten Teil dazu trägt im Juli die Logic Compact E-Zigarette bei. Die zweitgrösste prozentuale Steigerung können politische Kampagnen verzeichnen, welche den Druck im Vorjahresvergleich um 43.2 Punkte erhöhen. Für die anteilsmässig drittstärkste Erhöhung des Werbedrucks sind Veranstaltungen verantwortlich (+11.9%).
Media Mix
Die Integration der Search-Daten, Desktop (Januar 2017) und Mobile (Juli 2017) in die Werbestatistik von Media Focus führt zu einem deutlichen Anstieg des Internet-Anteils im Media Mix. Seit Januar 2018 werden neu auch Search-Daten für die Romandie erhoben (Anteil an Search: 85% DE/15% FR).
12 der 21 Branchen stehen im Juli verglichen zum Vorjahresmonat auf der Werbebremse. Die Abnahmen befinden sich jedoch grösstenteils im tiefen einstelligen Prozentbereich, weshalb gesamthaft eine leichte Zunahme resultiert. Prozentual am stärksten reduziert die Energiebranche den Druck, nämlich um 38.6 Punkte. Absolut befindet sich diese weiterhin abgeschlagen auf dem zweitletzten Rang.

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