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Der Juli war auch ein Werbe-Sommerloch

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Nachdem der markante Rückgang im Juni ausblieb,  erreicht der Werbedruck – wie bereits in den Vorjahren – im Sommermonat Juli seinen Tiefpunkt. Im Vergleich zum Vormonat geht der Werbedruck um rund ein Drittel zurück (-33.5%) und beläuft sich neu auf 414.0 Millionen Bruttofranken.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt der Werbedruck um 7.7 Prozent höher. Dies ist allerdings auf die Datenerweiterungen durch YouTube und Search Romandie zurückzuführen. Ohne diese Daten liegt der Werbedruck auf Vorjahresniveau.


Die Tendenz des bisherigen Jahreswerbedrucks zeigt hingegen weiter steil nach oben – egal ob mit oder ohne Datenerweiterung (+27.1 Prozent, respektive +3.3 Prozent).

Detailhandel sichert sich Rang 3

Freizeit, Gastronomie & Tourismus sowie Dienstleistung bleiben zwar souverän im Lead, lassen es aber bei den heissen Temperaturen, wie die grosse Mehrheit der Branchen, werblich deutlich langsamer angehen. Auch das enge Rennen um den Bronze-Podestplatz geht im zweiten Halbjahr weiter. Detailhandel sichert sich den dritten Rang vor der Finanzbranche und Bauen, Industrie, Einrichtung, da sie den Werbedruck weniger stark reduziert. Die Branchen Top 10 bleibt ansonsten unverändert. Im Mittelfeld können die Branchen Veranstaltungen und Getränke je einen Platz gutmachen. Dies geht auf Kosten von Pharma & Gesundheit sowie der Telekommunikationsbranche.
Datenintegration: Internet und TV – und neu auch Youtube
Die Mediengruppe Internet wird seit Januar 2017 inklusive Search-Desktop Werbung im Werbemarkt Trend ausgewiesen. Per Datenschluss Juli 2017 wurde zusätzlich Search-Mobile in die Werbestatistik von Media Focus integriert. Im Januar 2018 erfolgte die Integration von Search für die Romandie auf Basis zehntausender französischer Suchbegriffe (Anteil an Search YTD: 87% DE/13% FR).

Seit März 2018 werden auch YouTube-Daten (Display und Video) rückwirkend ab Januar 2018 im Werbemarkt Trend ausgewiesen (Anteil am Media Mix YTD 1%). 


Darüber hinaus enthält die Mediengruppe TV ab Januar 2018 TV-Sponsoring sowie die Werbeformen Pre Split, Post Split, Single Split und Time.

Die Mediengruppe Internet enthält neu auch Daten für YouTube (Video Pre-Rolls und Display). Diese wurden rückwirkend ab Januar 2018 integriert. Im Monat März entspricht der Anteil YouTube an der Mediengruppe Internet 3 Prozent, am Media Mix 1 Prozent. Mehr als 600 Werbetreibende, allen voran Apple, Swisscom und Wix.com, nutzen den Kanal um ihre Zielgruppen zu erreichen.

Produktgruppe IT, Hard- & Software mit höchster Steigerung

Mit dem am stärksten beworbenen Produkt Huawei P20 Pro verzeichnet die Produktgruppe IT, Hard- & Software die höchste Steigerung im Vorjahresvergleich. Damit ist Digital & Haushalt im Juli die Branche mit dem stärksten Wachstum im Vergleich zu Juli 2017 (+66.7%). Auch die Finanzbranche mit Treibern wie den reichweitenstarken Imagekampagnen der SUVA und Basler Versicherung sowie dem WM-Sponsoring der CS erhöht den Werbedruck im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich (+43.4%). Dahinter folgt die „kleine“ Energiebranche, die um 30.4 Prozent zulegt. Insgesamt erhöhen 15 der 21 Branchen und 4 der 6 Produktgruppen den Bruttowerbedruck im Vorjahresvergleich.
Informationen zu YouTube (WMT)
Verbesserungen in der Abfrage auf Basis von Kundenfeedbacks haben zu Anpassungen der Bewertung geführt. Eine Vergleichbarkeit über eine definierte Zeitreihe ist nach wie vor jederzeit gewährleistet. Aktuell sind Lifestyle/Tech Brands auf extrem reichweitenstarken Videos tendenziell noch überbewertet (z.B. Apple). Um die Realität möglichst nah abbilden zu können und diesen Extremfällen gerecht zu werden, werden wir die Bewertung ständig optimieren. Es kann deshalb in naher Zukunft zu weiteren Anpassungen in der Bewertungsmethode kommen.

Medienbranche und Neuwagen drücken auf die Bremse

Insgesamt reduzieren 8 Branchen, verglichen mit Juli 2017, den Werbedruck. Allen voran erneut die Medienbranche, deren Werbedruck um rund ein Drittel zurückgeht (-31.4%) und die damit auch ytd die letzte Position beim Wachstum einnimmt. An zweiter und dritter Stelle folgen die Produktgruppen PKW (neu) (-26.2%) und politische Kampagnen (-20.4). Darüber hinaus reduzieren die Branchen Getränke, Telekommunikation und Fahrzeuge im einstelligen Prozentbereich.
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