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Messe verliert bei Umsatz und Gewinn

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MCH Group machte 2020 Minus
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MCH Group machte 2020 Minus
Das ist keine Überraschung. Die ausgefallenen Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie kosten die MCH Group viel Geld. Unter dem Strich steht bei der Basler Messebetreiberin für das vergangene Jahr ein Millionenverlust. Aber bei der Vorlage der Jahreszahlen für das vergangene Jahr sendet das Unternehmen auch optimistische Signale.
Kapitalerhöhungen, der Einstieg von Lupa Systems, eine neue Unternehmensführung und die Erneuerung des Verwaltungsrats: Die MCH Group hat im Geschäftsjahr 2020 das Fundament für den Weg in eine erfolgreiche Zukunft gelegt, bilanziert die Schweizer Unternehmensgruppe. Parallel zu den operativen Maßnahmen zur Bewältigung der Covid-19 Situation sind zahlreiche innovative Projekte entwickelt und umgesetzt worden. Als "bemerkenswert" bezeichnet es den Umsatz von 188 Millionen Schweizer Franken im Geschäftsjahr 2020, wenn er auch beinahe 60 Prozent unter dem des Vorjahres liegt.

Das ist auch kein Wunder. Seit einem Jahr steht der Betrieb nahezu still, Veranstaltungen wie die Kunstmesse Art Basel oder die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld warten auf ihre Revitalisierung. Die Folgen zeigen sich auch an anderer Stelle. Das betriebliche Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt CHF -45,1 Millionen (im Vorjahr CHF 22,1 Millionen), das betriebliche Ergebnis (EBIT) CHF -66,1 Millionen (im Vorjahr CHF -2,7 Millionen). Der Jahresverlust beläuft sich auf CHF -72,2 Millionen (im Vorjahr CHF -9,9 Millionen). Angesichts der Situation soll auf das Ausschütten einer Dividende verzichtet werden.

Die Verantwortlichen der MCH Group rechnen damit, dass sich die Rahmenbedingungen erst im zweiten Halbjahr 2021 verbessern und für 2022 normalisieren werden. Deshalb erwarten sie auch für das Geschäftsjahr 2021 mit einem substanziellen Verlust. Das Erreichen der Gewinnschwelle (Break-Even) wird sich damit vom Geschäftsjahr 2021 ins Geschäftsjahr 2022 verschieben, in dem wieder das Niveau von 2019 angestrebt wird. „Wir glauben an die Zukunft von Live Events, insbesondere in ihrer Verbindung mit digitalen Elementen“, sagt Group CEO Beat Zwahlen. „Wir haben im vergangenen Jahr eine starke Basis geschaffen, um gestärkt aus der Covid-19 Situation hervorzugehen und die vielversprechenden Entwicklungspotenziale in ein kontinuierliches Wachstum und eine stabile Profitabilität umzusetzen.“
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