LSA und SWA-Studie

Werbeauftraggeber erwarten stabiles Wachstum in 2020

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Was die Wrbeauftraggeber so treibt
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Was die Wrbeauftraggeber so treibt
Für das Jahr 2020 gehen die Werbeauftraggeber von einem stabilen Wachstum aus. Das zeigt der aktuelle Branchenindikator, den Leading Swiss Agencies (LSA) und der Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA) das zweite Mal erhoben haben. In den klassischen Medien wollen die meisten der Befragten etwa gleichviel Werbegeld oder etwa ein Drittel weniger investieren, heisst es in einer Mitteilung.
Trotz der globalen Unischerheiten und des anhaltend hohen Veränderungsdruck in der Branche, bleiben die Werbeauftraggeber für das Jahr 2020 optimistisch. Das geht dem einer heute veröffentlichten Banchenindikator von Leading Swiss Agencies (LSA) und der Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA) hervor.


Danach rechnet knapp die Hälfte der Werbeauftraggeber (47,6 Prozent) rechnet für das noch junge Jahr mit einer Umsatzsteigerung. Damit bewegt sich die Branche auf Vorjahresniveau. Knapp die Hälfte aller Befragten (48,6%) geben einen Anstieg des Unternehmensumsatzes an. Nur gerade zehn Prozent melden einen Rückgang, 26 Prozent verkünden keine Veränderung. Parallel dazu verbleiben die Kommunikationsbudgets stabil: 45,3 Prozent erwarten keine Veränderungen, 26,4 Prozent stocken die Ausgaben für Kommunikation auf und bei 25,5 Prozent kommt es voraussichtlich zu einem Rückgang. Auch die Entwicklungen bei den Media-Budgets folgt einem vergleichbaren Muster.

Wer profitiert, verliert?

In der aktuellen Umfrage wird deutlich, dass der Druck auf die klassischen Medien hoch bleibt. In Print und TV wollen die meisten der Befragten etwa gleichviel Werbegeld oder etwa ein Drittel weniger investieren. Etwas besser sieht es für die Plakatwerbung (OOH) aus. Getrieben durch digitale Werbeflächen im öffentlichen Raum, wollen viele  Unternehmen gleichviel oder zu einem Drittel mehr investieren. Angsagt bleiben bei den Marketing- und Mediaentscheider die digitalen Kanäle. Mit SEA, Social, Online-Videos und Display-Werbung versprechen sich die  Unternehmen eine noch bessere Erreichbarkeit ihrer Zielgruppen. Das hippe Marketingthema Voice spielt in der Schweiz noch keine grössere Rolle. Zum einen fehlt hier Amazon als einer der grossen Treiber des Themas, zum anderen mangelt es an Sprachsteuerungen, die mit den hiessigen Dialekten kompatibel ist.
Wo Werbeauftraggeber investieren
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Wo Werbeauftraggeber investieren

Vor welchen Herausforderungen steht die Branche?

An der Spitze der Themen, die die Branche treiben, steht mit 60 Prozent wie gehabt die Erreichbarkeit der Zielgruppen, gefolgt von der Komplexität der Kanäle (39 Prozent), digitale Transformation (37 Prozent), Marketing-Automation (35 Prozent) und der Aufbau und die Entwicklung von Fachkompetenzen (26 Prozent).
Die Studie
An der Umfrage von LSA und SWA haben 167 namhafte Werbeauftraggeber teilgenommen. Die Umfrage erfolgte zwischen Oktober und November 2019.

Was ist bei der Agenturauswahl entscheidend?

Neben der Empfehlung gehören eigenen Kontakte mit der Agenturleitung sowie die Agentur-Websites zu den wichtigsten Informationsquellen für die Unternehmen. "Die zentralen Kriterien für die konkrete Auswahl einer Agentur sind aus Sicht der Werbeauftraggeber schliesslich deren Persönlichkeit beziehnunsgweise Qualifikationen sowie die Kompetenzen der Mitarbeitenden", heisst es in der Medienmitteilung von LSA und SWA. Hinzukommen ein effizientes Projektmanagement, gegenseitiges Verständnis und ein hohes Engagement.

Und was tut sich bei der Honorierung?

 Bei den Kommunikationsagenturen ist der "Scope of Work" das dominierende Honorierungsmodell. Mediaagenturen daggen verrechnen nach wie vor mehrheitlich über das Prozenthonorar auf das Mediavolumen und nach Stundenaufwand. Aber: Laut der Studie gewinnt agiles Pricing aufgrund neuer, flexibler Zusammenarbeitsformen zwischen Kunde und Agentur bei Kommunikations- und Mediaagenturen weiter an Relevanz.
 


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