Lindt & Sprüngli

Corona lässt im ersten Halbjahr Schokoladen-Umsätze schmelzen

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Lindt & Spruengli Firmenhauptsitz
© Lindt & Spruengli/Vision on Wings
Lindt & Spruengli Firmenhauptsitz
Die Corona-Pandemie hat im ersten Halbjahr die Umsätze von Lindt & Sprüngli schmelzen lassen. Vor allem die Schliessung der 500 eigenen Stores mitten im Ostergeschäft hat das Unternehmen hart getroffen. Insgesamt stehen 1,53 Milliarden Franken in den Büchern, das ist ein Minus von 12,7 Prozent. Der Betriebsgewinn reduziert sich um rund 86 Prozent auf 17,1 Millionen Franken. Wichtiges Signal an die Branche. Die Werbeinvestitionen werden aufrechterhalten.
Das Jahr hatte für Lindt & Sprüngli stark begonnen. Doch dann kam Corona und das Traditionshaus musste sich neu sortieren, mitten im wichtigen Ostergeschäft. Die Folgen spiegeln sich in den Halbjahrerszahlen wider, die das Unternehmen heute publiziert hat.


Der Reingewinn sinkt von 88,1 Millionen im vergangenen Jahr auf aktuell 19,7 Millionen Schweizer Franken. Das organische Umsatzminus liegt bei 8,1 Prozent. Ein Trost dabei: Die erste Jahreshälfte ist traditionell die schwächere für den Premiumschokoladenhersteller. Der Hauptgrund für die Einbrüche bei Umsätzen und Gewinnen ist ohnehin bekannt: die Corona-Pandemie mit Lockdown. Die Einschränkungen im Detailhandel, die Schliessung der eigenen 500 Schops hinterlassen ihre tiefe Spuren. Das konnte auch nicht der schnelle Aufbau eines Pick-up-Service, Heimlieferungen und der Ausbau des Onlinegeschäftes verhindern. Trotzdem habe sich das Online-Geschäft gegenüber dem Vorjahreszeitraum bereits verdoppelt.

Gleichzeitig hat Lindt ein gruppenweite Spar- und Effizienzprogramm gestartet, um die Auswirkungen der Krise zu mildern. Für die Kommunikationsbranche hat das Unternehmen hier allerdings eine positive Botschaft parat. "Die Werbeinvestitionen werden aufrechterhalten, um ein zukünftiges profitables Wachstum sicherzustellen", heisst es in der Medienmitteilung. Die Kommunikation für Marken wie Lindor, Hello, Diva, Hochfein und Creola soll helfen, in der zweiten Jahreshälfte wieder gute Ergebnisse zu erzielen.


Hinzu kommt ein weiterer Meilenstein. Am 13. September eröffnet nach nur 36 Monaten Bauzeit das Schokoladenmuseum seine Türen. Das Lindt Home of Chocolate will dabei mehr sein als nur ein Ort der Ausstellungen. Das multifunktionale Gebäude und Kompetenzzentrum will zudem die Forschung und die Ausbildung fördern. mir
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