Libra

Marc Zuckerberg wirbt im US-Kongress für die Facebook-Währung

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Facebook plant mit Libra eine eigene Kryptowährung
© Bunpoht / Adobe Stock
Facebook plant mit Libra eine eigene Kryptowährung
Gestern war für Mark Zuckerberg ein wichtiger Tag. Der Facebook-Chef stand im US-Kongress den Abgeordneten Rede und Antwort. Er versuchte dabei im Finanzdienste-Ausschusses des Repräsentantenhauses, Bedenken zu den Plänen für die weltweite Digitalwährung Libra auszuräumen. Das Projekt soll erst starten, wenn alle Bedenken ausgeräumt seien. Die Libra-Stiftung, die die Währung kontrollieren soll, hat ihren Sitz in Genf.
Eines gibt Mark Zuckerberg offen zu. Das Image von Facebook sei derzeit nicht gut. Der Gründer und Chef des grössten Sozialen Netzwerkes weltweit warb gestern im Repräsentantenhaus trotzdem für die Digitalwährung Libra. Nach seinen Worten soll das Projekt erst starten, wenn alle Bedenken der Behörden ausgeräumt sind. Libra soll zu einem globalen Zahlungssystem werden, das Geldüberweisungen sicher, schnell und günstig machen soll. Und es soll rund 1,7 Milliarden Bürger, die bisher keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen haben, an die Geldwirtschaft anbinden. "Ich glaube, das wird Amerikas Führungsrolle in Finanzfragen stärken", sagte Zuckerberg am Mittwoch.


Facebook ist die treibende Kraft hinter der Kryptowährung. Und genau das ist das Problem. Viele Abgeordnete, Finanzexperten und Politiker weltweit misstrauen dem Netzwerk. Zuckerberg weiss das. Er gab Fehler seiner Firma zu, wies aber auch daraufhin, dass es in China ähnliche Pläne gebe, eine Digitalwährung zu entwickeln. Man müsse schnell sein, die Welt warte nicht.

Libra selbst hatte zuletzt mit einigen Problemen zu kämpfen. Unter anderem haben Paypal, Ebay, Stripe und Mastercard die Libra-Stiftung verlassen, die ihren Sitz in Genf hat. Insgesamt gehören der Organisation derzeit 28 Unternehmen an. mir/dpa
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