Lauberhornrennen

Die 91. Auflage des Traditionsrennens ist abgesagt

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Am Hundschopf ist alles bereit gewesen. Der Werbebogen der Swisscom für personalisierte Grüsse war aufgebaut, die Medien informiert. Doch nun muss die Vermarktunsgpremiere an der Schlüsselstelle der traditionsreichen Abfahrt noch ein Jahr warten. Die 91. Lauberhornrennen sind abgesagt
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Am Hundschopf ist alles bereit gewesen. Der Werbebogen der Swisscom für personalisierte Grüsse war aufgebaut, die Medien informiert. Doch nun muss die Vermarktunsgpremiere an der Schlüsselstelle der traditionsreichen Abfahrt noch ein Jahr warten. Die 91. Lauberhornrennen sind abgesagt
Für den Schweizer Wintersport war das gestern ein rabenschwarzer Tag. Kurz nach 15 Uhr entschied der Kanton Bern, die 91. Lauberhornrennen abzusagen. Die geplanten Rennen werden im österreichischen Kitzbühel stattfinden. Grund für das Aus des traditionsreichen Skisportevents in Wengen sind die hohen Corona-Infektionszahlen in der Region.#/AB#Der Streit zwischen Schweizerischen Skiverband und dem Lauberhorn-OK um die Zukunft und die Vermarktung der traditionsreichen Lauberhornrennen war seit Mai Geschichte. Am kommenden Wochenende sollte erstmals ein Werbebogen der Swisscom an der Schlüsselstelle Hundschopf seine Premiere feiern. Die SRF war in den letzten Vorbereitungen für die reichweitenstarke TV-Übertragung, die 2019 mit durchschnittlich 880.000 Zuschauer die meistgesehene Sport-Veranstaltung war. Im vergangenen Jahr verfolgten gar über eine Million Zuschauer an den Bildschirmen den Sieg von Beat Feuz in der Abfahrt. 2021 wären das vielleicht noch ein paar mehr geworden, weil ja keine Zuschauer an der Strecke erlaubt gewesen werden.


Doch neue Rekorde wird es in diesem Jahr nicht geben. Der Skizirkus muss ohne die Marke Lauberhornrennen auskommen. Gestern Nachmittag kassierte der Kanton Bern gemeinsam mit Swiss-Ski und der FIS die 91. Auflage des Rennens. Schuld ist die hohe Zahl an Coronaerkrankungen in Wengen. Dass die Rennen durch Corona in Gefahr sind, hatte sich bereits im Laufe der vergangenen Woche abgezeichnet. Doch am Sonntag hatten die Behörden trotzdem grünes Licht gegeben. Als am Montagmorgen allerdings die neusten Zahlen in der Gesundheitsbehörde des Kantons Bern eintreffen, gehen alle Verantwortlichen auf die Bremse. "Die Absage eines der prestigeträchtigsten Rennwochenenden im Weltcup-Kalender lässt das Herz jedes Ski-Fans bluten. Gleichwohl ist es unsere Aufgabe, die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Die Gesundheit steht auch bei solch schwierigen Entscheiden im Vordergrund", erklärt Bernhard Aregger, CEO von Swiss-Ski, in einem Statement. Die Reaktionen in den sozialen Medien wie etwa auf Instagram erfolgten prompt. Doch nicht nur für die Organisatoren, die Menschen in Wengen und für die Sportler ist das Aus bitter, sondern auch für die Swisscom. Der Telekommunikationsriese wollte erstmals die Schlüsselstelle am Hundschopf für eine aufmerksamkeitsstarke Kommunikation mit einem Werbebogen nutzen. Daraus wird nun vorerst nichts.

Von der Absage profitiert dagegen Kitzbühel in Österreich. Hier sollen die Rennen nun stattfinden.
Update: Mittlerweile sind die Ersatz-Slaloms in Kitzbühel auch wegen Corona abgesagt.
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