KSP Krieg Schlupp Partner

Rapper Stress für VWs erstes Elektroauto eingespannt

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Rapper Stress hats nicht eilig und kann noch bis September auf die Auslieferung des VW ID.3 warten. So lange fährt er weiterhin hybrid.
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Rapper Stress hats nicht eilig und kann noch bis September auf die Auslieferung des VW ID.3 warten. So lange fährt er weiterhin hybrid.
VW ist spät dran mit der Elektromobilität. Lieber setzten die Wolfsburger noch jahrelang auf den Dieselbschiss. Nun haben sie Stress, denn andere ziehen an ihnen vorbei. Darum rühren sie jetzt die Werbetrommel für ihren elektrischen ID.3, lange bevor er serienmässig erhältlich ist. Sinnigerweise mit Rapper Stress. Und mit Hilfe von KSP Krieg Schlupp Partner.
"Wirklich nachhaltige Mobilität ist machbar, wenn alle es wollen und gemeinsam daran arbeiten." Diese Worte kommen nicht etwa aus dem Mund eines Grünen oder eines Umweltschützers, sondern sie stammen von Thomas Ulbrich, Vorstand für E-Mobilität der Marke Volkswagen. Und unabhängig davon, was er mit "nachhaltiger Mobilität" genau meint – Ulbrich sagt in einem Werbetext von KSP noch weitere grün-klingende Dinge. Etwa: "Der Klimawandel ist die grösste Herausforderung unserer Zeit." Und: „Als weltgrösster Autohersteller übernimmt Volkswagen Verantwortung: Der neue ID.3 wird das erste bilanziell klimaneutral hergestellte Serienauto des Konzerns. Damit die Nutzungsphase emissionsfrei bleibt, sorgen wir für vielfältige Möglichkeiten, Grünstrom zu laden." Worte – und vor allem Taten – die man eigentlich gerne schon mindestens 20 Jahre früher gehört und gesehen hätte.
 Stress mit dem ID.3
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Stress mit dem ID.3
VW scheint also mit dem ID.3 das mit Vollgas aufholen zu wollen, was der Konzern verpasst hat. Und dafür spannen sie mit Hilfe von KSP Rapper Stress ein. "Ich bin ein Fan der Elektromobilität – weil es Sinn macht für unsere Zukunft", sagt dieser. Aha. Nur fährt Stress derzeit keinen Elektrowagen, sondern einen Hybrid. Genauer: einen VW Golf GTE. Denn der ID.3, für den er nun wirbt, gibt es serienmässig noch gar nicht. Erst im September 2019 findet die Weltpremiere in Frankfurt statt. Aber Stress nimmts locker, er hats nicht eilig mit der "Nachhaltigkeit", obwohl ja schon andere Elektroautos erhältlich wären. Wichtiger ist ihm etwas Anderes: "Ich kann der Erste werden, der dieses Auto vorbestellt. Nummer 1, Baby!", lässt er sich zitieren.
Und obwohl VW und Stress hinterher hinken, werden sie als Avantgardisten dargestellt: "Ein Schritt voraus: Stress fährt bald elektrisch", schreiben KSP, die in ihren Werbetexten den 
Dieselbschiss übrigens mit keinem Wort erwähnen. Klar, sonst wären sie nicht zum Zug gekommen.
VW nutzt Texte von Stress für sich.
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VW nutzt Texte von Stress für sich.
Doch zurück zu den Wolfsburgern: In den nächsten Jahren soll die ID.-Familie um viele weitere Modelle aufgestockt werden. Bis 2025 soll jeder vierte neu verkaufte Volkswagen elektrisch fahren, und bis 2050 wollen die Wolfsburger ein klimaneutrales Unternehmen werden. Hoffen wir, sie halten tatsächlich, was sie jetzt verlautbaren. Spät dran sind sie eh. Vielleicht zu spät. knö 

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