Konsumentenschutz/Coronavirus

So geht rasche unbürokratische Kaufpreis-Rückerstattung bei Veranstaltungen

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Die rechtliche Sachlage ist gemäss Konsumentenschutz klar: Die Veranstalter sind sowohl bei Absage wie auch bei Verschiebung gesetzlich zur Kaufpreis-Rückerstattung verpflichtet.
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Die rechtliche Sachlage ist gemäss Konsumentenschutz klar: Die Veranstalter sind sowohl bei Absage wie auch bei Verschiebung gesetzlich zur Kaufpreis-Rückerstattung verpflichtet.
Wegen der Corona-Krankheit müssen bis mindestens Mitte März etliche Veranstaltungen abgesagt oder verschoben werden. Dabei ist klar: Die Veranstalter sind sowohl bei Absage wie auch bei Verschiebung gesetzlich zur Kaufpreis-Rückerstattung verpflichtet. Der Konsumentenschutz bietet Hilfestellungen.
Etliche Veranstaltungen werden aufgrund des bundesrätlichen Verbotes verschoben oder abgesagt. Aus juristischer Sicht ist der Fall klar, denn die Ticketpreise müssen von den Veranstaltern zurückerstattet werden. Auch wenn der Anlass verschoben wird, hat der Käufer oder die Käuferin ein Recht auf Rückerstattung, falls der Verschiebungstermin nicht zusagt. Der Konsumentenschutz veröffentlicht dazu auf seiner Website entsprechende Musterbriefe und eine Meldeplattform für Veranstaltungsteilnehmer, die keine Rückerstattung erhalten oder den Verschiebungstermin nicht wahrnehmen können. Die Veranstalter werden direkt vom Konsumentenschutz angeschrieben.


Musterbriefe für die Rückerstattung: Der Konsumentenschutz stellt für die Kaufpreis-Rückerstattung auf seiner Website entsprechende Musterschreiben zum Download bereit. In den Schreiben wird den Veranstaltern die Pflicht zur Rückerstattung juristisch begründet.

Schreiben an Veranstalter: Die betroffenen Veranstalter in der Schweiz erhielten ein Schreiben, in welchem die Konsumentenschutz-Geschäftsleiterin Sara Stalder auf die Rechtslage aufmerksam macht. Die Veranstalter werden in dem Schreiben aufgefordert, die Rückzahlungen, beziehungsweise bei den Verschiebungen die entsprechenden Rückerstattungsgesuche, rasch und unbürokratisch abzuwickeln.


Meldeplattform: Konsumenten, die bei den Veranstaltern auf Widerstand stossen oder Probleme bei der Rückabwicklung haben, können dies dem Konsumentenschutz über ein Online-Meldeformular mitteilen.
Über den Konsumentenschutz
Der Konsumentenschutz vertritt unabhängig, kompetent und engagiert die Interessen der Konsumentinnen und Konsumenten. Er ist in der Information und Beratung tätig, verhandelt mit Wirtschaft und Behörden und vertritt die Konsumenteninteressen auf politischer Ebene. Die Stiftung mit Sitz in Bern kann auf eine breit abgestützte Finanzierung zählen und agiert parteipolitisch unabhängig. Präsidentin: Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo, Geschäftsleiterin: Sara Stalder.





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