Interne Kommunikation

Am besten direkt mit dem Chef

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Mit diesen sieben Touchpoints werden 95,8% der Mitarbeitenden erreicht
© Perikom
Mit diesen sieben Touchpoints werden 95,8% der Mitarbeitenden erreicht
Perikom hat untersucht, welches die reichweitenstärksten und die relevantesten Touchpoints in der internen Kommunikation sind. Ein Ergebnis: Wenn es um die Wichtigkeit einer Information geht, ist das Gespräch mit dem Chef oder der Chefin ungeschlagen.

Der Fachverein für Personalmanagement und Interne Kommunikation Perikom hat im März dieses Jahres knapp 900 Mitarbeitende der Unternehmen SBB, Lindt & Sprüngli und Clariant online zum Thema Kommunikations-Touchpoints befragt. Auf die Frage, welche Touchpoints die Mitarbeitenden benutzen, um sich zu informieren, liegt das Intranet vorn. Gleich dahinter ranigert das Gespräch mit dem direkten Vorgesetzten und den Kollegen. Ebenfalls als sehr wichtig werden Videobotschaften des CEOs angesehen.

Auffallend ist laut der Studie die zentrale Rolle des Gesprächs mit den Vorgesetzten. Dieser Touchpoint erzielt in allen Phasen des Informationsprozesses Spitzenwerte. So werden Gespräche mit den Vorgesetzten, sei es in einer Teamsitzung, sei es in einem Einzelgespräch, als äusserst glaubwürdig und relevant erlebt, wenn es um die Veränderung einer Meinung oder des Verhaltens geht.


Die zentralen Resultate des Perikom-Faktenchecks, der zusammen mit Accelerom und der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) durchgeführt wurde:

1. Die internen Kommunikationskanäle wie Intranet, Mitarbeiterzeitung oder Newsletter generieren zwar viel Reichweite, haben aber eine eher tiefere Relevanz.
2. Das persönliche Gespräch, sei es mit Kollegen oder Vorgesetzten, ist zentral, wenn es um die Verankerung von Botschaften geht.
3. Entgegen der typischen Faustregel "Je jünger, desto digitaler" werden mit zunehmendem Alter mehr digitale Touchpoints genutzt.
4. Die Unterschiede zwischen den Blue Collar Worker und White Collar Worker sind eher marginal: Überraschend: Blue Collar Worker nutzen ähnlich viele digitale Touchpoints wie White Collar Worker.

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