Channel

Der Markt für Influencer Marketing wächst immer weiter.
Fotolia
Influencer-Marketing

Agenturen sagen dem Betrug den Kampf an

Der Markt für Influencer Marketing wächst immer weiter.
Follower kaufen oder Insights fälschen, um die eigenen Statistiken zu verschönern. Das ist ein Vorwurf mit dem Influencer immer wieder zu kämpfen haben. Dem wollen die Influencer-Marketing Agenturen Kingfluencers, Picstars, Reachbird, Webstages und Yxterix in der Schweiz ein Ende setzen. Sie machen gemeinsame Sache und wollen das betrügerische Verhalten aus dem Netz zu verbannen.
von Charlotte Klatta Donnerstag, 08. Juli 2021
Alle Artikel
X

Die Agenturen Kingfluencers, Picstars, Reachbird, Webstages und Yxterix kämpfen zukünftig gemeinsam mit strikten Massnahmen gegen Influencer, die ihre Daten fälschen. Solche Vorfälle seien zwar sehr selten, schaden aber trotzdem Influencerinnen und Influencer und der gesamten Disziplin. Denn besonders bei Influencer-Marketing sind Authentizität und Vertrauen der Community wichtig. "Solche Betrugsfälle treten aktuell wirklich sehr, sehr selten auf, da wir Influencerinnen und Influencer, bevor wir sie in unserem Pool aufnehmen, genau analysieren und verifizieren", sagt Ralf Osteroth, CEO von Picstars.


Trotzdem geht es darum, die Qualität von Kampagnen hoch zu halten und schummelnden Influencern den Kampf anzusagen.

Mit exakten Kontrollen werden die Statistiken geprüft. Alle Insights werden getrakt, überprüft und verglichen. Fallen dabei Unstimmigkeiten und mögliche Fälschungen auf wird das Arbeiten mit unlauteren Mitteln umgehend gestoppt und die Bezahlung eingestellt. Die Agenturen imformieren den Kunden und blockieren die oder den Markenbotschafter. Für die Content-Creator hat das noch weitere langwierige Folgen: die Agenturen schließen diese von zukünftigen Kampagnen aus und leiten eventuell rechtliche Schritte ein.
Was wir kaufen, hängt immer öfter mit der Meinung und Werbung von Influencern zusammen
© IMAGO / Westend61
Was wir kaufen, hängt immer öfter mit der Meinung und Werbung von Influencern zusammen
Yxterix CEO Daniel Koss sagt dazu: "Ein professioneller Check der Insights und ein verhältnismässiges Einordnen der Zahlen machen Betrug heutzutage fast unmöglich. Sollten Influencer trotzdem bewusst und proaktiv ihre Zahlen manipulativ darstellen oder sogar faken, werden diese seit einiger Zeit auf eine schwarze Liste gesetzt."

Doch es gibt noch weitere Konsequenzen, wie er sagt: "Der Ertrag wird an den Kunden zurückgezahlt und der Betrug des Influencers wird transparent kommuniziert." Betrug, so die Botschaft dahinter, darf sich nicht lohnen. 

 

    stats