Indirekte Presseförderung

Den Verlegern kanns jetzt nicht schnell genug gehen

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Werbeumsätze: Seit dem Jahr 2000 hat die Presse insgesamt zwei Drittel der Werbeeinnahmen verloren. Eine Bodenbildung ist auch 2019 nicht in Sicht. Leider haben die Verleger in guten Zeiten aber auch keine Reserven gebildet.
© Werbestatistik Schweiz
Werbeumsätze: Seit dem Jahr 2000 hat die Presse insgesamt zwei Drittel der Werbeeinnahmen verloren. Eine Bodenbildung ist auch 2019 nicht in Sicht. Leider haben die Verleger in guten Zeiten aber auch keine Reserven gebildet.
Die Presse hat 2018 im Werbemarkt nach einem Rückgang der Umsätze von 9,6 Prozent noch 1,009 Milliarden Franken netto umgesetzt. Etwa die Hälfte wie vor 10 Jahren. Nun schlägt der Verband Schweizer Medien (VSM) Alarm und fordert noch dringlicher als bisher den Ausbau der indirekten Presseförderung von heute 30 auf 120 Millionen Franken via Postgesetz.
Neu ist die Forderung nicht, aber nach der Publikation der Netto-Werbestatistik 2018 sieht der VSM eine weitere Möglichkeit, seiner Forderung erneut Gehör zu verschaffen. Und erinnert daran, dass nicht igrendein Medium, "sondern genau die Service-Public-Presse, die als wichtigste Quelle politischer Inhalte auf Stufe Bund, Kantone und Gemeinden gilt und somit staatspolitisch unverzichtbar ist", an finanziellem Boden verliert.

VSM gibt sich weitsichtig - und ungeduldig

"Unser Verband und die darin engagierten Verlage haben diese Entwicklung leider kommen sehen", heisst es in einem Newsletter weiter. Und: "Wir fordern schon seit mehr als einem Jahr den Ausbau der indirekten Presseförderung um 90 Millionen Franken zur Sicherung der journalistischen Grundversorgung der Schweiz." Es sei nun "höchste Dringlichkeit" angezeigt.


Für die Erweiterung der bereits existierenden indirekten Presseförderung sei die Verfassungsgrundlage gegeben und mit dem Postgesetz auch eine gesetzliche Basis vorhanden, die rasch geändert werden kann, schreibt der VSM. Unabhängig davon führt der VSM erneut eine Reihe seiner Argumente auf und hält fest, dass er sich nun in der kommenden Sommersession des Parlamentes für ein rasches Vorankommen einsetzen werde. knö
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