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6 Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Zürich
© Stephan Ulrich
Zürich
Guten Morgen, die Inflation macht vor dem Notgroschen nicht Halt. 10 Millionen Euro soll der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn in der Schweiz geparkt haben - für den Fall, dass er im Dieselskandal persönlich haftbar gemacht wird. Wenn die Not groß ist ...


Nestlé ist im Kitkat-Streit vor dem europäischen Gerichtshof gescheitert. Von der Niederlage profitiert der norwegische Schokoladenriegel Kvikk Lunsj (,,Schnelle Mahlzeit"), eine Marke von Mondelez. Nestlé wollte nicht nur den Namen Kitkat, sondern auch die typische Barrenform in der EU schützen lassen. Dagegen hatte Mondelez geklagt, dessen Wikinger-Riegel eine ähnliche Form aufweist. Beide Konzerne hatten sich auch schon über die Farbe Lila gestritten, die Mondelez für seine Marke Milka exklusiv beansprucht. Die Vaudoise ist stolz auf ihre genossenschftlichen Wurzeln, einen Teil ihres Gewins gibt sie Jahr für Jahr als Prämienreduktion an die Versicherten zurück. Jetzt hat sie daraus eine Kampagne mit einem Gewinnspiel gemacht: "Eine Versicherung, die ihre Gewinne teilt, ist wie Weihnachten im Juli", lautet die Botschaft. Dazu gehören eine Videobotschaft des CEO Philippe Hebeisen und ein Wettbewerb, der auf der Website des Unternehmens und in den Schaufenstern der Agenturen präsentiert wird. Ringana, Forever Living, Herbalife oder Mary Kay - das totgeglaubte Multi-Level-Marketing aus Tupperware-Zeiten ist zurück, vor allem in der Kosmetikbranche. Etwa 2000 "Vertriebspartnerinnen" verkaufen in der Schweiz allein die veganen Salben von Ringana. Der Tagi hat hinter die Kulissen einer Marketing-Maschine geblickt, die irgendwo zwischen Erfolgsmodell und Schneeballsystem, zwischen Familienuntenrehmen und Sekte rangiert. Das riecht schon beinahe nach Social-Media-Boykott: Nach Facebook muss auch Twitter Probleme mit der Zahl seiner aktiven Nutzer einräumen. Twitters Nutzerzahlen sind im zweiten Quartal gesunken. Anleger reagierten schockiert - die Aktie fiel vorbörslich zeitweise um 17 Prozent. Seit dem Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Fußball-Nationalelf diskutiert die Branche nicht nur über die vom Weltmeister geäußerte Kritik an DFB, Medien und Werbepartnern. Für Vodafone kommt Özil offenbar als Markenbotschafter offenbar nicht mehr in Frage. Donald Trump hat ein vertrauliches Gespräch mit dem Herausgeber der New York Times, Arthur O. Sulzberger, geführt. So vertraulich, dass er über das Treffen umgehend twitterte. Daraufhin hat Sulzberger auch den Inhalt publik gemacht - und der hat es in sich.

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