Horizont Swiss Leaders Dinner

Ein feiner Abend mit Nachhaltigkeit und Personal Branding

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Rund 160 Gäste aus der Schweizer Marketing-, Medien- und Agenturszene kamen gestern zum HORIZONT Swiss Leader Dinner
© Hans-Rudolf Schulz
Rund 160 Gäste aus der Schweizer Marketing-, Medien- und Agenturszene kamen gestern zum HORIZONT Swiss Leader Dinner
Das HORIZONT SWISS Leaders Dinner im Daizy war gestern Abend eine spannende Mischung aus Talk, Networking und Preisverleihung. Tina Beuchler, Global Media & Partnership bei Nestlé, und Nicholas Hänny, Mitgründer und CEO des Fair-Fashion-Labels Nikin, setzen die inhaltlichen Impulse bei dem traditionellen Event mit rund 160 Gästen. Zudem erhielten Google und Goldbach die HORIZONT Medien Awards 2022.

Inhaltliche Impulse aufnehmen, Networking und viele Gespräche – das zeichnet das HORIZONT SWISS Leaders Dinner aus. 160 Gäste hochkarätige Gäste aus der Schweizer Medien-, Marketing- und Agenturszene machten gestern den traditionellen Event zu einem wahren Klassentreffen, bei dem Tina Beuchler, Global Media & Partnership bei Nestlé, und Nicholas Hänny, Mitgründer und CEO des Fair-Fashion-Labels Nikin, unterschiedliche Punkte setzten. Sehr kompakt und sehr anschaulich.

Horizont Swiss Leaders Dinner 2022: Die besten Bilder des Abends


Nestlé-Managerin Beuchler machte sich für mehr Nachhaltigkeit in der Media- und Werbekommunikation stark. Das Thema nimmt in der Branche in den vergangenen Monaten an Fahrt auf. Für den weltgrössten Lebensmittelhersteller ist Nachhaltigkeit im Mediageschäft ein Baustein, um die langfristigen Ziele zu erreichen. Nestlé will seine Emissionen bis 2030 halbieren und bis 2050 auf netto null reduzieren. „Wir sind in einem Zeitalter, in dem Media, Kreation, Daten und auch Nachhaltigkeit zusammengehören", sagt Beuchler.
Tina Beuchler, Nestlé, will mehr Nachhaltigkeit im Mediageschäft und in der Marketingkommunikation erreichen
© Hans-Rudolf Schulz
Tina Beuchler, Nestlé, will mehr Nachhaltigkeit im Mediageschäft und in der Marketingkommunikation erreichen
Für die Mediaexpertin steht fest, dass die Branche etwa bei der Produktion der Werbemittel, der Platzierung der Werbung, der Botschaften und Partner nachhaltiger werden kann. Warum das wichtig ist? Allein im Schweizer Markt produziert Nestlé bei jeder Werbemassnahme ungefähr 5 bis 70 Tonnen Co2, je nachdem wie gross die Kampagne ist und welche Medien eingesetzt werden.  Der Riese versucht derzeit, in verschiedenen Märkten Emissionen, die bei der Werbung entstehen, abzubauen oder zu vermeiden. In England beispielsweise hat der Konzern bei einer Out of Home-Kampagne nur recyceltes Papier eingesetzt. "Wir waren hier der erste Werbetreibende, der das konsequent umgesetzt hat." In Frankreich hat Nestlé bei einer digitalen Kampagne unter anderem durch ein verändertes Targeting 47 Prozent weniger Energie verbraucht und trotzdem die gleiche Wirkung erzielt. Um so etwas zu schaffen, sei es wichtig, nicht nur zu testen, sondern auch zu messen, sagte Beuchler und motivierte hier aktiv zu werden:  "Wir können bei Media einen Beitrag zum Klimaschutz leisten."

Klimaschutz und Nachhaltigkeit spielen auch in den Postings von Nicholas Hänny immer wieder eine grosse Rolle. Der Mitgründer und CEO von Nikin versteht sich als der erste Markenbotschafter seines Unternehmens, das sich auf nachhaltige Mode und Engagement spezialisiert hat. Nikin pflanzt pro verkauftes Produkt einen Baum – mittlerweile sind das rund 1,8 Millionen. Doch darum ging es gestern weniger. Hänny lieferte stattdessen einen Leitfaden für Personal Branding auf Social Media. Seit zwei Jahren postet er jeden Tag auf Linkedin eine Geschichte. Mittlerweile folgen ihm hier über 15.700 Menschen, kommt er auf sechs Millionen Impressions. Er setzt so Themen, stösst Debatten an, will den Austausch mit seinen Followern. "Es geht darum, sich eine positive Reputation aufzubauen", sagt Hänny. Nicht nur für sich, sondern vor allem auch für die Marke Nikin.
Nicholas Hänny nutzt Linkedin für den Aufbau seiner Personenmarke
© Hans-Rudolf Schulz
Nicholas Hänny nutzt Linkedin für den Aufbau seiner Personenmarke
Das Businessnetzwerk ist für ihn die beste Plattform für Personal Branding, gefolgt von Tiktok. "Man hat hier Chancen auch mit wenigen Followern viral zu gehen." Wie das geht? Seine Tipps sind einfach und doch so schwer umzusetzen: Spannender Content, gute Headlines, nicht nur Erfolgsgeschichten erzählen, sondern auch über das eigene Scheitern. Die Follower einbeziehen.
Die Partner hinter dem Event
Ohne Partner wäre das HORIZONT Swiss Leaders Dinner nicht möglich. Neben dem Schweizer Werbe-Auftraggeberverband SWA/ASA als Partner waren bei dem Event Admeira, CH Media, Clear Channel, Goldbach, Mindshare, Ringier Advertising und Weischer.Cinema als Sponsoren dabei.
Der Abend allerdings hatte noch einen weiteren Höhepunkt. Goldbach und Google erhielten den HORIZONT Medien Award 2022. Dauersieger Goldbach räumte den Award bei den Medienvermarktern zum elften Mal ab, Google wiederholte den Erfolg aus dem vergangenen Jahr und ist erneut in der Kategorie Medienanbieter die Benchmark. Basis des Awards ist eine Analyse der Media Research Group.


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