homegate.ch-Mietindex

Trotz Coronakrise steigen die Mieten in den Städten

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Fieberkurve der Angebotsmietpreise seit 2009. Insbesondere Städte sind betroffen und erschweren die Suche nach Mietraum.
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Fieberkurve der Angebotsmietpreise seit 2009. Insbesondere Städte sind betroffen und erschweren die Suche nach Mietraum.
Gemäss dem homegate.ch-Mietindex sind die Schweizer Angebotsmieten in den letzten sechs Monaten weiter angestiegen. Schweizweit sind die Mieten seit Jahresbeginn um 0.4 Prozent gestiegen. Dies ist vor allem auf die ungebrochene Attraktivität der Städte zurückzuführen. Höhere Angebotsmieten machen sich insbesondere in den Kantonen Genf (+4.5 Prozent), Jura (+1.7 Prozent) und Uri (+1.5 Prozent) bemerkbar. Auffallend ist die robuste Mietpreisentwicklung in den Städten Genf (+3.8 Prozent) und Zürich (+1.4 Prozent).
Zu diesem Ergebnis kommt der homegate.ch-Angebotsmietindex, der vom Immobilienmarktplatz homegate.ch in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben wird. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote.

Angebotsmieten auf Kurs

Die Schweizer Angebotsmieten bewegen sich weiterhin nach oben. Dieses Wachstum kann jedoch nicht die unterliegende Schwäche der Mietentwicklung der letzten Jahre überdecken. Gerade ländliche Kantone und Gemeinden kämpfen mit Leerständen. Die kürzlichen Anstiege der Angebotsmieten sind vor allem auf die ungebrochene Attraktivität der Städte zurückzuführen – trotz Coronakrise.

Stadtmieten unbeeindruckt vom Virus

Schweizweit sind die Mieten seit Jahresbeginn um 0.4 Prozent gestiegen. Damit ist der leichte Abwärtstrend der Vorjahre bereits seit Mitte 2019 durchbrochen. Höhere Angebotsmieten machen sich in den meisten Kantonen bemerkbar, insbesondere in den Kantonen Genf (+4.5 Prozent), Jura (+1.7 Prozent) und Uri (+1.5 Prozent). In nur wenigen Ausnahmen waren die Angebotsmieten leicht rückläufig wie zum Beispiel in den Kantonen Obwalden und Nidwalden (-0.5 Prozent), Graubünden und Basel-Land (-0.4 Prozent) bzw. Tessin (-0.3 Prozent). Beachtenswert ist die robuste Mietpreisentwicklung in den Städten Genf (+3.8 Prozent) und Zürich (+1.4 Prozent). Man könnte meinen, dass COVID bereits zu Ausweicheffekten von stark verdichteten Lebensräumen zu ländlicheren Regionen führe. Diese Erwartungen bestätigen sich zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht.

Zuwanderung als Knackpunkt

Bislang zeigen sich die Angebotsmieten vom Virus unbeeindruckt. Eine schleppende Zuwanderung aus dem Ausland könnte jedoch die Vermietungssituation etwas verändern. Schliesslich befinden sich noch immer viele Mietwohnungsprojekte im Bau, welche allesamt in Erwartung einer stabilen Zuwanderung geplant wurden. Das Überangebot an Mietwohnungen dürfte mit einer rückläufigen Zuwanderung weiter steigen, so dass der Abwärtsdruck auf die Mieten zumindest auf dem Land bestehen wird.

Qualitätsbereinigung

Die Entwicklung der Angebotsmietpreise für die Schweiz wird um die unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert. Der Vorteil dieser so genannten hedonischen Methode liegt darin, dass die wirkliche Mietpreisentwicklung für neue und wieder zu vermietende Wohnungen auf homegate.ch abgebildet wird. Der homegate.ch-Angebotsmietindex ist der älteste qualitätsbereinigte Mietpreisindex der Schweiz und gilt als Referenzquelle für Immobilienprofis für die Preisbestimmung von Mietobjekten.


Nachbarschaft
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