Highspeed Internet in Berner Bergdorf

Swisscom testet 5G in Guttannen

Guttannen test 5G Highspeed
© Guttannen.ch
Guttannen test 5G Highspeed
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Wo bitte liegt Guttannen? Zumindest bei der Swisscom kann man das kleine Bergdorf im Berner Oberland hervorragend orten. Der Mobilfunkanbieter testet aktuell gemeinsam mit Kunden verschiedene Anwendungen der kommenden Mobilfunkgeneration 5G.




Guttannen zählt zwar nur rund 300 Einwohner. Flächenmässig ist die Gemeinde aber mit mehr als 200 Quadratkilometern eine der grössten des Kantons Bern. Entsprechend herausfordernd ist der Infrastrukturausbau. Trotz Anschluss an die Glasfaser-Hybridtechnologie Fibre to the Street (FTTS) wird es immer auch Gebäude geben, die aufgrund ihrer abgelegenen Lage nicht von diesem Ausbau profitieren und deshalb anders erschlossen werden müssen. Der Swisscom-Test läuft bis Ende des Jahres.

Im Einsatz sind die 5G-Möglichkeiten mit Fixed Wireless Access (FWA) und Beamforming, so die Swisscom. Fixed Wireless Access bindet einzelne Gebäude und Wohnungen anstatt über Kabel, VDSL oder Glasfaser über Mobilfunk an schnelles Internet an. Beamforming wiederum wird künftig erlauben, dass Funkstrahlen einem Nutzer folgen können und somit eine noch effizientere Datenübertragung gewährleisten. Diese 5G-Funktion hat Swisscom in Guttannen ebenfalls getestet.


Swisscom hat in Guttannen eine zusätzliche Mobilfunkantenne installiert. Diese sendet im 3,5 Ghz-Frequenzbereich, gleich wie dies 5G tun wird. Drei Testkunden wurden mit dem entsprechenden Equipment ausgestattet und nutzen testweise die 5G Services von morgen.Die bisherigen Messresultate bestätigen laut Swisscom die theoretisch berechneten Effizienzsteigerungen, jedoch würden die strengen NISV Grenzwerte einen effizienten Einsatz von Beamforming verhindern, schreibt der Telekommunikationsanbieter.

Noch aber sind die 5G-Lizenzen gar nicht vergeben. Die Auktion für Mobilfunkfrequenzen für die superschnelle Technik soll im nächsten Januar stattfinden, wie die Eidgenössische Kommunikationskommission Comcom am vergangenen Freitag verkündete. Die Telekomkonzerne können ihr Bewerbungsdossier bis zum 5. Oktober einreichen. Das Bieterrennen um die Frequenzen beginnt bei 220 Millionen Franken. Dies ist der Minimalpreis, wenn es für alle Frequenzen eine Nachfrage gibt. pd/vg

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