Global Pension Report

Schweiz landet mit Rentensystem im Mittelfeld

   Artikel anhören
Die Schweiz landet im Vergleich der Rentensysteme im Mittelfeld auf Platz 23
© Allianz
Die Schweiz landet im Vergleich der Rentensysteme im Mittelfeld auf Platz 23
Die Menschen auf der Welt werden immer älter. Das schafft für die Rentensysteme in den gewaltige Herausforderungen. Die meisten Länder sind darauf nicht gut eingestellt, wie ein Blick in den Global Pension Report zeigt, den die Allianz heute erstmals publiziert hat. Die Schweiz landet hier im oberen Mittelfeld. An der Spitze steht Schweden.
Klar, im Standortmarketing spielt das Rentensystem in der Regel allenfalls eine untergeordnete bis gar keine Rolle. Doch das könnte sich im Wettbewerb der Nationen ändern. Denn die Rentensysteme in den meisten Ländern der Welt stehen vor gewaltigen Herausforderungen, auch wenn das in den vergangenen Monaten durch Klimadebatte und Corona-Krise in den Hintergrund gerutscht ist. Die Lebenserwartungen steigt, während gleichzeitig die Finanzierung der Rentenkassen immer schwieriger wird.


Bisher haben die wenigsten Länder ihre Systeme demographiefest aufgestellt. Das geht aus dem Allianz Global Pension Report hervor, den der Versicherungsriese heute erstmals herausgegeben hat. Der Index hat die Rentensysteme und Rahmenbedingungen in 70 Ländern untersucht. Sichern diese im Alter einen angemessenen Lebensstandard? Sind diese auf Dauer finanzierbar? Vor allem Schweden, Belgien und Dänemark stehen hier gut da. Sie sind nach dem Report die Länder mit den realtiv besten Rentensystemen weltweit.
Das sind die 30 Länder mit den besten Rentensystemen
© Allianz
Das sind die 30 Länder mit den besten Rentensystemen
Die Schweiz dagegen landet nur im Mittelfeld auf Platz 23, aber noch vor Deutschland und Österreich.

Dafür gibt es Gründe. Bei der Angemessenheit zählt die Eidgenossenschaft zu den Top-5 weltweit, teilt die Allianz mit. Das liegt an der hohen Verbreitung der staatlichen Rente, dem vorbildlichen Betriebsrentensystem und der hohen Ersparnisse. Deutlich schlechter sieht es bei der Nachhaltigkeit aus. Hier rangiert die Alpenrepublik nur auf Platz 63. Als Schwachpunkte nennt die Allianz hier das "niedrige Rentenalter und ein fehlender Demographiefaktor in der Rentenformel"  sind hier die Hauptschwachpunkte.

Für Ludovic Subran, Chefvolkswirt der Allianz, besteht also Handlungsbedarf. "Die drohende Rentenkrise zu entschärfen und Gerechtigkeit und Ausgleich zwischen den Generationen zu schaffen sind essentielle Grundbedingungen für eine stabile Gesellschaft, die allen eine faire Chance gibt."  mir 
Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats