Geschäftsbericht

SRG fährt Minus von 12,9 Millionen CHF ein

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Der Verlust 2020 ist gegenüber dem Vorjahr um neun Millionen CHF geringer ausgefallen
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Der Verlust 2020 ist gegenüber dem Vorjahr um neun Millionen CHF geringer ausgefallen
Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) hat das Jahr 2020 aufgrund rückläufiger Werbeeinnahmen und Restrukturierungskosten mit einem negativen Unternehmensergebnis von 12,9 Millionen CHF abgeschlossen.

Nach SRG-Angaben fielen die kommerziellen Einnahmen gegenüber 2019 um insgesamt 52,1 Millionen CHF geringer aus. Dabei gingen die Einnahmen aus TV-Werbung um 30,7 Millionen CHF zurück, die Sponsoring-Erträge um 2,2 Millionen. Von den um 19,2 Millionen CHF geringeren Programmeinnahmen entfallen etwa sieben Millionen CHF auf weggefallene Sportproduktionen. Sportliche Grossevents wie Fussball-EMund Olympische Sommerspiele in Tokio wurden verschoben, Veranstaltungen wie die Alpinen Skiweltcups, die nationale Eishockey-Meisterschaft, die Eishockey-WM und die
UCI-Strassen-Weltmeisterschaften mussten abgebrochen beziehungsweise verschoben werden.


Etwa die Hälfte der Werbeertragseinbussen ist laut SRG auf die Folgen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Der restliche Rückgang basiere auf der sich weiter verändernden Entwicklung der digitalen Nutzung von TV-Programmen und der Verlagerung von Werbebudgets in digitale, zumeist globale Angebote.

Auf der Kostenseite führte die Pandemie der SRG zufolge teils zu Mehr-, teils zu Minderkosten. Nebst der Beschaffung von Hygienemasken und Desinfektionsmitteln generierten auch die Massnahmen zur Pandemiebekämpfung Zusatzkosten bei den Eigenproduktionen. Aber durch den Wegfall der Kultur- und Sportveranstaltungen entfielen Rechte- und Reisekosten. Negativ beeinflusst wurde das Unternehmensergebnis zudem durch weitere Restrukturierungskosten. Zur Kostenreduzierung kam es demgegenüber etwa im Personal- und im Distributionsbereich.

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