Future of Work

Durchbruch beim Homeoffice

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Von der Ausnahme zur neuen Regel: Homeoffice!
© Foto von Catherina Schürmann auf Unspla
Von der Ausnahme zur neuen Regel: Homeoffice!
Nach Corona wollen 52 Prozent aller Schweizer Firmen im Homeoffice vollständige Flexibilität gewähren oder es als festen Bestandteil des Arbeitspensums einführen. Weitere 27 sind immerhin in bestimmten Fällen dazu bereit.
Gemäss einer heute veröffentlichten Umfrage von Jobcloud.ch ist für 40 Prozent Homeoffice fester Bestandteil des Arbeitspensum und für 12 Prozent ermöglichen sogar die vollständige Flexibilität. Lidl-Sprecherin Corina Milz im «Blick»: «Alle unsere Büromitarbeitenden haben neu die Möglichkeit, mindestens einen Tag pro Woche von zu Hause aus zu arbeiten». Bei der Krankenkasse Group Mutuel habe man schon vor der Corona-Krise ein Homeoffice-Pilotprojekt gestartet und ermögliche jetzt zwei Tage Homeoffice in der Woche, wird Sprecher Serkan Isik im im «Blick» zitiert.


Bei Novartis können 110'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab sofort wählen, ob und wie oft sie im Homeoffice arbeiten möchten. Die nicht mehr benötigten Büroflächen will man an Dritte vermieten. Auch die UBS sieht im Homeoffice Sparpotential bei den Büromieten. Konzernchef Ermotti sagte kürzlich, das Geschäft habe während des Lockdowns auch mit 95 Prozent der Banker im Homeoffice bestens funktioniert.

GrossarbeitgeberInnen wie Coop und Post wollen sich offenbar noch nicht festlegen, ob sie Homeoffice ausbauen. Aber der Rrend bei 265 von Job Cloud befragten EntscheidungsträgerInnen ist klar: Für 40 Prozent ist Homeoffice nach der Corona-Krise fester Teil des Arbeitspensums. 12 Prozent wollen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die volle Flexibilität geben. Interessant: 38 Prozent der Firmen, die zuvor kein Homeoffice anboten, werden dies aufgrund der Corona-Erfahrung in Zukunft tun wollen.


Der Trend zeigt sich offenbar auch im Jobinserate-Markt. Job-Cloud-Chef Davide Villa sagt dem Blick: «Wir haben festgestellt, dass die Anzahl der Jobinserate, welche im Text dezidiert die Möglichkeit zu Homeoffice erwähnen, zwischen Ende März und Ende Juni um 30 Prozent gestiegen ist.»
 
 

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