Future Creative Leaders

Das will ich werden. Oder vielleicht doch das?

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Arianne Dedual, Trainee bei Jung von Matt
© Jung von Matt LIMMAT
Arianne Dedual, Trainee bei Jung von Matt
Prinzessin, Astronautin, Lehrerin, Pilotin…Die Antwort darauf, was mensch einmal werden möchte, wenn mensch gross ist, erschien als Kind verdammt simpel. Oder etwa nicht? Naja, das lag vielleicht auch daran, dass die Lebenswelt eben tatsächlich noch um einiges simpler war. Mit den Jahren allerdings wird das Leben zunehmend komplexer und mensch entwickelt ein Grauen vor genau dieser Frage.

Zusätzlich macht es das Ganze nicht einfacher, dass gefühlt stündlich eine neue Technologie das Licht der Welt erblickt, das Internet den Informationsfluss erhöht und wir im Minutentakt mit neuen Informationen versorgt werden. Wir sind eine Gesellschaft, die nie schläft und dauernd nach neuen Inhalten verlangt. Und genau durch all diese Entwicklungen verändert sich auch die Arbeitswelt. Berufsfelder werden breiter und gleichzeitig spezifischer. Da kann es durchaus schwerfallen, sich langfristig auf eine Sache festzulegen.


Der Wunsch nach Individualität und Selbstverwirklichung im Inneren ist laut und manchmal auch etwas verschwommen. Von aussen wird aber immer noch nach einem klaren Label verlangt: Also was bist du jetzt genau? Diese eine Bezeichnung, die für Klarheit und Zugehörigkeit sorgen soll, wirkt auf einmal erdrückend. Mensch ist über jegliche Berufe überinformiert und findet überall etwas, das spannend sein könnte. Genau deshalb behaupte ich: das Geilste, was mensch heute sein kann, ist von allem ein bisschen. Generalist:in, Allrounder:in, flexibel von Berufes wegen.

Böse Zungen behaupten, das habe mit Unentschlossenheit zu tun. Aber ist das wirklich der Fall? Hat sich nicht schon jede:r dabei erwischt, gedanklich mit anderen Berufen fremdzugehen? Ich finde: Anstatt, dass mensch verkrampft nach diesem einen Beruf sucht, sollte mensch doch lieber so viel wie möglich ausprobieren, Neues dazulernen und flexibel bleiben.

Auch mein Studium war sehr generalistisch, denn mit dem Themenfeld "Kommunikation" deckt mensch so einiges ab. Und natürlich habe ich mich auch da wieder am altbekannten Punkt wiedergefunden und mich gefragt: Und was jetzt? Heute lautet meine Antwort darauf: Völlig egal! Genau deshalb ist das Traineeship bei Jung von Matt, das generalistisch, offen und flexibel gestaltet ist, der Ort, an dem ich sein möchte.

Ich kann die unterschiedlichsten Seiten und Aufgaben der Werbebranche erkunden und auch gleich mitmischen. Zugegeben: Die Bezeichnung "Future Creative Leader" setzt etwas Druck auf, aber steckt mich noch in keine Schublade. Vielmehr öffnet der Begriff verschiedene Türen, mit denen ich als Generalist:in liebäugeln kann.
„Und genau deshalb kann ich mit Stolz sagen: Ich bin eine professionelle Generalistin und das ist gut so.“
Arianne Dedual
So sollte es doch sein: Mensch wird immer wieder aufs Neue aus der eigenen Komfortzone herausgelockt, entdeckt neue Fähigkeiten und wächst über sich hinaus. Und genau deshalb kann ich mit Stolz sagen: Ich bin eine professionelle Generalistin und das ist gut so.

Über die Autorin, die Serie

Arianne Dedual ist Trainee bei Jung von Matt. Arianne hat einen Bachelor in Publizistik- und Kommunikationswissenschaften der Universität Zürich und hat fürs Pflanzen-Startup feey Social Media betreut. Ariannes Familie hat einen Ablasshandel mit Sogn Antoni. Ob es dem Heiligen auch zu verdanken ist, dass Arianne jetzt bei Jung von Matt arbeitet, wird wohl für immer ihr wohlbehütetes Geheimnis bleiben. Ariannes Beitrag ist eine weitere Folge der Serie "Future Creative Leaders" bei HORIZONT Swiss in Zusammenarbeit mit Jung von Matt LIMMAT. Junge Talente bringen ihre Empfindungen zum Ausdruck, in ihrer Sprache, mit ihren Worten. 

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