Fjord Trends 2021

Diese sieben Entwicklungen sollten Unternehmen kennen

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Accenture Interactive hat sieben Trends ermittelt, die in den kommenden Monat Unternehmen beachten sollten
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Accenture Interactive hat sieben Trends ermittelt, die in den kommenden Monat Unternehmen beachten sollten
Sieben Trends werden ab dem kommenden Jahr die Gesellschaft, das Kundenverhalten und die Wirtschaft prägen. Welche das sind geht aus den "Fjord Trends 2021" hervor, den zum 14. Mal das globale Netzwerk aus Designern und Kreativen von Accenture Interactive erstellt hat. Es ist die erste Untersuchung, in der die Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft durch die Corona-Pandemie einfliessen. Do-It-yourself-Innovationen ist dabei nur ein Aspekt, den Accenture Interactive herausgearbeitet hat und der Unternehmen und die Kommunikation künftig beinfussen könnte.
Die Corona-Pandemie wird sich länger auswirken. Jedenfalls auch dann noch, wenn die Menschen wieder einkaufen gehen, sich treffen und wieder ausgelassen feiern werden. Denn Covid-19 verändert die Welt gerade an vielen Stellen und genau darauf müssen sich Unternehmen strategisch und kommunikativ einstellen. Doch worauf eigentlich? Accenture Interactive hat dazu heute die "Fjord Trends 2021" publiziert. Es ist ein Blick in die nahe Zukunft. Es sind Empfehlungen und Hinweise wie sich das Kundenverhalten und die Gesellschaft sich verändern: ein stärkerer Gemeinsinn nach Jahren des Auseinanderdriftens. Das Verlassen der gewohnten Arbeitsumgebung. Und die Förderung von Kreativität.


Und das sind nur drei Themenblöcke, die in den Trends angeschnitten werden. "Die Welt erfindet sich neu. Auf eine globale Krise folgt immer eine Ära mit neuen Chancen", sagt Hartmut Heinrich, Group Director bei Fjord Schweiz. Und weiter: „Die neue Situation wird deutliche Veränderungen erfahren. Die neuen Begebenheiten eröffnen jedoch für uns alle unentdecktes Potential."

Das sind die 7 Trends:

1. Kollektive Standortverschiebung:
"Wie und wo wir Dinge erleben, hat sich im Jahr 2020 verändert. Wir alle teilen ein Gefühl der Lageverschiebung und suchen nach neuen Wegen und Orten, unseren Pflichten nachzukommen und unseren Leidenschaften nachzugehen. Arbeiten, einkaufen, lernen, Freunde treffen, Kinder erziehen und uns um unser Wohlergehen kümmern – all das und mehr hat sich für viele von uns fundamental geändert. Die Unternehmen müssen entsprechend neue Wege suchen, um mit ihren Kunden in Kontakt zu treten."
Do-it-Yourself-Innovation
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Do-it-Yourself-Innovation

2. Do-it-yourself-Innovation:
"Zunehmend sind es talentierte Menschen, die Innovationen vorantreiben, indem sie neue „Hacks“ für neue Herausforderungen entwickeln – vom Remote-Worker, der sein Bügelbrett als Stehpult nutzt, bis hin zum Elternteil, das zum Lehrer wird. Die Technologie spielt dabei eine neue Rolle: Sie treibt nicht Innovationen voran, sondern unterstützt menschliche Kreativität und lässt sie allerorten durchscheinen. Einzelpersonen, von Politikern bis zu Personal Trainern, nutzen Websites wie TikTok oder Videospielplattformen, um wichtige Botschaften zu verbreiten oder Konzerte zu veranstalten. Alle wollen bessere Lösungen, doch die Erwartungshaltung an die Unternehmen hat sich geändert: Statt fertige Lösungen zu liefern, sollen sie die Rahmenbedingungen für private Innovationen schaffen."


3. Dream Teams:
"Angestellte, die remote arbeiten, leben jetzt gewissermassen im Büro. Das hat enorme Auswirkungen auf die wechselseitigen Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und die vielen damit zusammenhängenden Annahmen – wer etwa entscheidet über die Kleiderordnung bei Videoanrufen in den eigenen vier Wänden, in wessen Verantwortung liegt das Recht der Remote-Mitarbeiter auf Privatsphäre? Auch wenn sich bereits eine flächendeckende Impfung am Horizont abzeichnet: Die Beziehung der Menschen zu ihrer Arbeit und zwischen Arbeitgebern und ihren Teams hat sich nachhaltig verändert. Die Zukunft wird keine Einheitslösung bereitstellen – die Arbeitswelt wird noch für einige Zeit ein Experimentierfeld bleiben."



4. Liquide Infrastruktur:
"Wie und wo wir Produkte erwerben und Dienstleistungen in Anspruch nehmen, hat sich verändert. Darum müssen Unternehmen ihre Lieferkette und ihre gesamte physische Infrastruktur überdenken und sich auf die „Points of Delight“ auf den letzten Metern vor dem Kauf konzentrieren – etwa die unmittelbare Freude am Kauf selbst, die für viele im Laden selbstverständlich war. Unternehmen müssen darum in ihrer gesamten Organisation mehr Agilität und Widerstandsfähigkeit aufbauen, damit sie sich schnell an Veränderungen anpassen können. Das gilt auch für die zu erwartenden Veränderungen im Zusammenhang mit der Notwendigkeit eines nachhaltigeren Wirtschaftens."


5. Interaction Wanderlust:
Wir verbringen viel mehr Zeit damit, über Bildschirme mit unseren Mitmenschen in Kontakt zu treten. Dabei kam eine gewisse Monotonie auf, denn viele Tools sehen mit ihren schablonenhaften Designs nahezu identisch aus. Unternehmen müssen Design, Content, Zielgruppen und die Interaktionen mit ihren Services neu denken, um das Erlebnis vor den Screens spannender zu machen und mit dem Element des Zufalls zu bereichern.

Wie entsteht der Trend-Report
Jedes Jahr erhebt Accenture Interactive mittels Crowdsourcing aus seinem globalen Design-Netzwerk mit über 2.000 Kreativen an mehr als 40 Standorten die Trends in Wirtschaft, Technologie und Design für das kommende Jahr. Die Fjord Trends 2021 konzentrieren sich darauf, wie Menschen, Unternehmen und Marken menschliche Bedürfnisse erfüllen.

6. Herausforderung Empathie:
Die meisten Kunden wollen wissen, wofür Marken stehen und wie sie ihre Werte zum Ausdruck bringen. Die Pandemie hat in der ganzen Welt viele dysfunktionale und unfaire Strukturen aufgedeckt – vom Zugang zur Gesundheitsversorgung bis hin zu Fragen der Gleichberechtigung. Infolgedessen müssen Unternehmen hart daran arbeiten, die Narrative, die ihre Marken prägen, zu steuern. Dazu müssen sie wichtige Themen priorisieren und ihr Handeln um diese Schwerpunktthemen herum aufbauen.


7. Neue Rituale:
Zahlreiche Rituale – von der Feier zur Geburt bis zur Abschiednahme bei einer Beisetzung – waren in diesem Jahr nicht möglich. Das hat einen erheblichen Einfluss auf das Wohlbefinden der gesamten Gesellschaft. Unternehmen gibt dieser Trend die Chance, ihre Kunden bei der Sinnsuche zu begleiten. Neue Rituale sind gefragt, die Freude oder Trost spenden. Die Voraussetzung dafür ist, erst einmal das Loch zu erkennen, das eine aufgegebene Gewohnheit hinterlässt. Erst dann lässt es sich adäquat füllen.

Warum Unternehmen diesen Trends Beachtung schenken sollten, ergibt sich für Heinrich von selbst. "Wir müssen uns im Klaren sein, dass unser heutiges Handeln Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Jahrhunderts hat. Unternehmen haben die gestalterische Freiheit und Möglichkeit neues anderes Denken und Handeln zu kreieren. Dieses Momentum darf niemand verpassen."

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