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Onliner chartert Offliner für Werbezwecke

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Bei frühlingshaften Temperaturen erkundet das FinanceScout24-Tram an diesem 24. Februar 2020 um sieben Uhr abends erstmals die Schienenwelt von Bern. Während einer Fahrt durch die Bundeshauptstadt erzählt uns Chief Marketing Officer Fabian Frank von Scout24 Schweiz AG, wie die neue Kampagne «Besser können» angelaufen ist – und wie ein Onliner auf die Idee kommt, einen Offliner für Werbezwecke zu chartern.
Herr Frank, wie zufrieden sind Sie mit dem Start ins Geschäftsjahr 2020? Wir sind ausserordentlich zufrieden mit dem bisherigen Geschäftsgang. Im November haben wir unsere Plattform FinanceScout24 lanciert, haben die Einführung mit einer starken Kampagne begleitet und bisher rund 1.4 Millionen Besucherinnen und Besucher. Auch die anderen Bereiche AutoScout24 und ImmoScout24 entwickeln sich erfreulich. Anibis hat ebenfalls von der neuen Plattform FinanceScout24 profitiert. Das ist das Wunderbare an unserer Markenarchitektur, dass sich die Plattformen gegenseitig unterstützen können. Man darf übrigens auf die noch folgenden Kampagnen gespannt sein, die diesen Effekt weiter unterstützen werden.
Chief Marketing Officer Fabian Frank von Scout24 Schweiz AG kurz vor der Jungfernfahrt in Bern
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Chief Marketing Officer Fabian Frank von Scout24 Schweiz AG kurz vor der Jungfernfahrt in Bern
Vor einem Monat sind Sie mit der Kampagne «Besser können.» gestartet. Können Sie für uns eine erste Bilanz ziehen? Es läuft gut. Der TV-Spot macht genau das, was er tun muss: Er kreiert Aufmerksamkeit; die Leute sehen die Spots und identifizieren sich damit. Die Werte sind sehr gut. Die Plakate werden wir noch etwas überarbeiten, da diese für sich alleine noch nicht klar genug sind. Die erste Welle ist fast durch, die zweite folgt. Unser Ziel ist es, noch besser zu werden und selbst offline Massnahmen so dynamisch wie möglich zu gestalten.

FinanceScout24: Bilder zur ersten Tramfahrt


Welches ist Ihre Lieblingsstory? Die, die im Businessraum stattfindet: Verschiedene Leute im Anzug reden auf den  Protagonisten ein. Während der Dreharbeiten stellten wir fest, dass wir kein Büro für den Hintergrund haben und somit zu wenig Action im Hintergrund abläuft. Also haben wir innerhalb von 15 Minuten ein ganzes Büro aufgebaut und Statisten organisiert, um den Dreh nicht unnötig zu verlängern. Das Ergebnis hat uns dann wirklich verblüfft. Sie setzen im Rahmen der Kampagne verschiedene Werbemittel ein. Womit und wo erzielen Sie die beste Performance – bei Blick-TV? TV macht sich am besten, wir sind mehr als zufrieden. Vor allem TV zusammen mit YouTube für die eher jüngeren Zielgruppen, kombiniert mit Plakat und Print –  das läuft im Gesamtpaket sehr gut. Natürlich sind wir auch auf Blick-TV (Anmerkung der Redaktion: Die Scout24 Schweiz AG befindet sich im Besitz der Ringier AG, Herausgeberin von Blick-TV, und des Schweizer Versicherungskonzerns Die Mobiliar). Hier sind wir erfreut, dass wir gleich zum Start mit unseren Spots präsent sein konnten und auf diese Weise eine grosse Aufmerksamkeit erhalten haben. Ein Glücksfall.


Partnerschaften spielen eine immer wichtigere Rolle im Marketing. Werden Sie diese auch vermehrt für die Kommunikation einsetzen? Gerade Social Media ist prädestiniert dafür. Ja, wir haben Ziele, diese Partnerschaften auch für die Kommunikation zu nutzen. Wir wollen gegenseitig voneinander profitieren können. Hier gibt es viel Potential. Die wichtigsten Partner sind ganz klar Ringier und die Mobiliar als unsere Shareholder. Zuerst geht es also darum, diese Synergien effektiv zu nutzen.

Was wünschen Sie sich von Roger Baur, dem neuen Director Customer-Relation von Ringier Print+Digital, der Sie bei der Vermarktung Ihres Inventars unterstützen wird? Im besten Fall unterstützt er uns so, wie er es schon als Präsident der IAB Switzerland gemacht hat: Indem er Beziehungen für uns aufbaut, uns in der Umsetzung unterstützt und das Vermarktungsvolumen auf unseren Plattformen steigert. Sie sind durch und durch Onliner. Seit 2019 bei Scout24, zuvor 7 Jahre bei Swisscom. Wie kommt man also bei Scout24 auf die Idee, ein Tram zu kapern? Das ist eine gute Frage. Unsere Mediaagentur (Anmerkung der Redaktion: Mediaschneider Bern AG) hat uns diesen Vorschlag gemacht. Wir fragten uns schon, ob es Sinn macht, als Online-Plattform mit einem so grossen «Schiff» durch die Offlinewelt zu fahren. Und wir kamen zum Schluss: Ja es macht sogar sehr viel Sinn! Denn es ist etwas zum Anfassen, das einen Wert generiert und eine hohe Sichtbarkeit hat. Für einen digitalen Player wie uns bietet ein Tram die Möglichkeit, mit einer Art physischem Pop-Up-Store durch die Städte zu fahren.
Im Tramdepot der Bernmobil am Eigerplatz
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Im Tramdepot der Bernmobil am Eigerplatz
Welche Ziele verfolgen Sie damit? Das Ziel heisst «Awareness». Wir wollen mit dem Tram Bekanntheit schaffen, den Namen FinanceScout24 in die Welt, die Städte und zu den Leuten hinaustragen. Zum Start tun wir dies in Bern und Zürich. Die Menschen sollen wissen, dass Scout24 jetzt auch Finanzdienstleistungen anbietet. Und das schaffen wir mit diesem wunderschönen Tram.
Während der Jungfernfahrt mit dem FinanceScout24-Tram auf der Kornhausbrücke über die Aare.
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Während der Jungfernfahrt mit dem FinanceScout24-Tram auf der Kornhausbrücke über die Aare.
Was kann Tramwerbung, was digitale Werbung nicht kann? Sie kann die Brücke schaffen zwischen der On- und Offlinewelt. Wir haben im Tram Beacons verarbeitet (Anmerkung der Redaktion: Beacons sind kleine Sender, die auf der Bluetooth-Technik basieren). Damit messen wir in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Intervista, wie viele Menschen ein- und aussteigen, was sie gesehen haben und woran sie sich bezüglich unserer Marke erinnern. Hier liefert das Tram bestimmt mehr, als man im ersten Moment erwartet. Wir freuen uns auf die ersten Zahlen.
 


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