Fernbus-Markt

Blablabus verschärft den Wettbewerb

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BlaBlaBus: Klare Ansage in Richtung Kokurrent Flixbus
© BlaBlaCar
BlaBlaBus: Klare Ansage in Richtung Kokurrent Flixbus
In Deutschland legt sich das französische Unternehmen Comuto mit ihrer Marke Blabla gerade in der Kommunikation mit Flixbus an. In der Schweiz wird die Kampagne zum Start von Blablabus aber nicht zu sehen sein. Aktiv ist die Mitfahrzentrale in der Eidgenossenschaft trotzdem.

In Deutschland fordert Blablabus gerade Platzhirsch Flixbus mit markigen Worten, knallig roten Fernbussen und Kampfpreisen heraus. Bei der ersten Marketingkampagne provoziert Blablabus gezielt: "Hallo FlixBus, es muss verdammt schwer gewesen sein, so lange alleine da draußen herumzufahren", heißt es da beispielsweise in der Kommunikation. Ende Juni hatte das französische Unternehmen Blablacar angekündigt, mit einer eigenen Busflotte an den Start zu gehen. Jetzt fährt es den Werbedruck für das neue Angebot hoch.



In der Schweiz wird von der Kommunikation, die im Nachbarland für Aufmerksamkeit sorgt, nicht zu sehen sein. "Die Kampagne konzentriert sich auf Deutschland", heisst es bei dem Unternehmen auf Anfrage von HORIZONT SWISS. In der Schweiz fahren BlaBlaBus und seine Partner bisher die Städte und Destinationen Genf, Genf Flughafen, Lausanne, Bern, Luzern, Zürich sowie Winterthur an. Blablabus hatte nach der Übernahme von Ouibus im November die Linien des französischen Wettbewerbers übernommen. Künftig könnten in der Schweiz noch ein paar Strecken hinzukommen. "Europaweit wollen wir das BlaBlaBus-Netz auf 400 Destinationen ausweiten", erklärt das Unternehmen weiter, ohne allerdings konkrete Ziele zu nennen. In Frankreich etwa fährt die Marke 45 Ziele an.

Entscheidend für den Ausbau wird allerdings die Nachfrage der Konsumenten sein. "Unsere Busse fahren auf den Hauptachsen, etwa zwischen zwei Großstädten, wo es den höchsten Auslastungsgrad gibt. Wir möchten nicht, dass halb leere Busse auf den Straßen unterwegs sind", heisst es bei dem Mobilitätsdienstleister. Immerhin: Wer kein Bus fahren will, kann in der Schweiz dennoch das Angebot des Online-Vermittlers nutzen - über das Carpooling-Angebot BlaBlaCar. mir


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