TBWA/Zürich

Eine Fake-Kampagne gegen Produktpiraterie.

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Wie sensibilisiert man eine Generation für die Gefahren im Online-Handel, deren Aufmerksamkeitsspanne kürzer ist als jedes Bumper-Ad? TBWA/Zürich macht’s vor und nutzte Instagram, um sich mit einer Influencer-Kampagne gezielt an die Gen Z zu richten.

Geschlossene Ladentüren lassen den Online-Handel boomen. Ein gefundenes Fressen für Cyber-Kriminelle, um ihre gefälschten Produkte über verblüffend echt aussehende Shops zu verkaufen. Instagram ist mit täglich 500 Mio. Nutzerinnen und Nutzer zum echten Shoppingeldorado für gefälschte Markenartikel geworden. Denn genau dort lässt sich die jüngere Käuferschaft gerne zum Kauf von Sneakers, Klamotten und Accessoires verleiten.

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Zusammen mit STOP PIRACY, einem gemeinnützigen Verein, dem auch der Schweizerische Markenartikelverband Promarca angehört, hat TBWA\Zürich auf das derzeit wild diskutierte Problem reagiert und entwickelte "Fakefluencer" – eine Instagram-Kampagne, die gerade die Generation Z für die Gefahren von gefälschten Produkten im Netz sensibilisierte.
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Fakefluencer machte genau das, was sonst nur Betrüger*innen tun: sie kopierten die Identitäten bekannter Schweizer Influencer*innen und machten fleissig Werbung für Uhren, Parfums und Nahrungsergänzungsmittel, die es überhaupt nicht zu kaufen gab. Potenzielle Onlineshopper*innen landeten jedoch nicht in dubiosen Onlineshops, sondern auf der STOP PIRACY Website (www.stop-piracy.ch), die sie über die Problematik der Fake-Produkte informierte.
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Selbstverständlich waren die Influencerinnen und Influencer zusammen mit ihrer Agentur Kingfluencers eingeweiht und machten ihre Follower auf Urheberrechtsverletzungen im Netz aufmerksam und sprachen sich gleichzeitig für die Arbeit von STOP PIRACY aus. Dank der enormen Reichweite der Bloggerinnen und Blogger erreichte die Kampagne mindestens 693.000 Follower.
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Unter Fakes leidet nicht nur das Image von Schweizer Unternehmen.

Aus einer aktuellen Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht hervor, dass Schweizer Unternehmen bereits 2018 rund 4,8 Milliarden Franken Umsatz beklagten. HORIZONT Swiss hat bereits darüber berichtet. Kundinnen und Kunden auf der ganzen Welt zahlten rund 2 Milliarden Franken für gefälschte Produkte «Made in Switzerland», im Glauben, ein Original zu erwerben. Zudem sind knapp 50 Prozent der im Netz angebotenen Medikamente gefälscht, was absolut gesundheitsgefährdend werden kann.
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Die Aktion lief vom 07.03 bis 31.03.2021, übertraf ihre Ziele, ersten Auswertungen zufolge, um ganze +760 Prozent und ist damit eine der erfolgreichsten Influencer-Kampagnen der Schweiz.
Credits

Verantwortlich bei STOP PIRACY: Anastasia Li-Treyer (Präsidentin und Geschäftsführerin PROMARCA), Eveline Capol (Leiterin Geschäftsstelle); Verantwortlich bei TBWA\Zürich: Manuel Wenzel, Tizian Walti, Isabelle Benz, Lisa Bolte, Pierre Copsey, Aron Meier (Kreation), Danijel Sljivo, Sabrina Iseli, Sascha Djabbari (Projektmanagement); Verantwortlich bei Kingfluencers: Fabian Plüss (CCO & Co-Founder), Selina Gabriel (Senior Campaign Manager)

 





 








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