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Facebook baut Standort Zürich aus

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Gemäss dem Facebookchef für die DACH-Region Tino Krause, wird Facebook den Standort Zürich ausbauen. Die Belegschaft von aktuell 80 Mitarbeitenden soll verdoppelt werden. Ist das grösste Social Media Netzwerk auf Googles Spuren? 
Zürich ist der grösste Google-Standort ausserhalb der USA. 5000 "Zoogler", wie die Googler aus Zürich liebevoll genannt werden, arbeiten nach bevorstehender Fertigstellung der Europaalle in der Limmatstadt. Davon bleibt Facebook auch nach der angekündigten Verdoppelung seiner Belegschaft weit entfernt. Aber auch Google begann 2004 klein mit einem Büro am Littatquai. Später erfolgte der Umzug ins Hürlimann-Areal.

Wichtigkeit des deutschsprachigen Raums

Im Interview von heute im Handelsblatt sagt Tino Krause, der est kürzlich von Mediacom zu Facebook wechselte, dass der deutschsprachige Raum für Facebook ein entscheidender Markt sei, nicht zuletzt, weil das Thema Datenschutz ganz entschieden von hier getrieben würde. Er ist sogar der Meinung, dass dieser Schwerpunkt grossen Einfluss auf die Produkteentwicklung in den USA haben werde.

Das Büro Zürich als Innovationshub

Über die Tätigkeiten im Büro Zürich sagt Krause, dass hier aktuell vor allem in den Bereichen Augmented Reality und Virtual Reality gearbeitet würde. Der Ausbau betreffe aber auch den Vertrieb, der gestärkt weden soll. In seiner Rolle will er sich aber nicht primär auf Business und Werbetreibende fokussieren, sondern auf die Menschen: "Wir müssen uns in erster Linie an den Wünschen unserer Nutzer orientieren." Auf Nachfrage von persoenlich.com ergänzt Krause, der auch für Audi und Telefonica tätig war, das Büro Zürich wäre ein wichtiger Treiber für die Innovationsfähigkeit von Facebook.

Digitale Befähigung von KMUs als Schwerpunkt

Im Inteview, das auf handelblatt.com in voller Länge nachgelesen weden kann, werden ganz unterschiedliche "Baustellen" des Social-Media-Giganten angsprochen. Auf die Frage nach Aktivitäten für mittelständische Unternhemen sagt Krause: "Bei unserer Veranstaltungsreihe "Digital Durchstarten" zeigen wir, wie man seine Facebook-Seite DSGVO-konform gestaltet, worauf es bei Werbung auf dem Smartphone ankommt und welche Trends es gibt." Es gehe Facebook um die digitale Befähigung der kleineren Unternehmen. Alleine in Deutschland gäbe es 1.7 Millionen kleine und mittelständische Unternehmen auf Facebook. Für sie war es bislang zu teuer, TV-Spots zu drehen, so Krause. Nun per Smartphone könne das heute jeder und erreiche damit genau seine Zielgruppe. Dabei wolle man helfen.
Expertenmeinung von Thomas Hutter
Herr Hutter, Facebook baut die Standorte Deutschland und Schweiz aus. In Zürich soll die Belegschaft verdoppelt werden auf über 160. Bringt das Vorteile für hiesige Werbetreibende? Bis jetzt war der Standard in Zürich prima für Oculus, Oculus steht für Virtual reality. Ob der Ausbau auch den Werbebereich betrifft, entzieht sich meinem Wissen. Vorteile würde es wahrscheinlich keine bringen, da die ansässigen Facebook Experten, beispielsweise in Hamburg oder Berlin, primär die größten Werbetreibenden betreuen.


Wie sehen Sie das Potential für Facebook in der Schweiz bzw. für die Schweiz mit näherem Zugang zu Facebook? Die örtliche Nähe würde wahrscheinlich kaum einen Unterschied machen. Im Vergleich zu Google ist Facebook personell immer noch sehr stark unterdotiert.

Google führt inzwischen viele Kurse durch in Zürich. Auch mit Partner, wie die Hutter Consult. Sind solche Kurse auch von Facebook geplant. Sie wären ja als Partner prädestiniert? Kurse, die Facebook anbietet, sind bis anhin primär im Eins-zu-eins-Verfahren mit Werbetreibenden von größeren Unternehmen und Agenturen. Für kleinere Werbetreibende und Agenturen, setz Facebook primär auf E-Learning. Theoretisch wären wir natürlich dazu prädestiniert, allerdings sind uns keine Pläne bekannt.

Thomas Hutter ist CEO & Founder der Hutter Consult AG. Seine Spezialitäten sind u.a. das Fcebook Marketing und das Facebook Consulting. Er ist ein profunder Kenner des grössten Social Media Netzwerks, über dessen Neuigkeiten er täglich in seinem Blog berichtet. 

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