Expo Event

Kein Land in Sicht

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© Canva/Hürlimann
Der Bundesrat hat an seiner gestrigen Pressekonferenz den aktuellen Fahrplan in Sachen Lockdown-Ausstieg bekanntgegeben. Für hunderte von Firmen der LiveCom- Branche sind diese neusten Bestimmungen niederschmetternd bis tödlich. Das schreibt der Verband EXPO EVENT Swiss LiveCom Association und formuliert deshalb im Namen seiner Mitglieder und sämtlicher betroffenen Firmen und Branchen einen neuerlichen Forderungskatalog an die Behörden.

Ohne Hilfspaket droht das grosse Sterben

In der Branche herrscht offensichtlich Panik pur. Der Verband schreibt, dass ohne ein spezifisches Hilfspaket für die LiveCom-Branche viele kleine, mittelgrosse und auch grosse Unternehmen vor dem unmittelbaren Aus stünden. "Unsere Branche, im Speziellen Veranstalter von Grossanlässen, Sportevents, Festivals und Messen waren die ersten und werden die letzten sein, welche von den Corona-Krise betroffen sind", so Eugen Brunner – Präsident der Swiss LiveCom Association. "Die Folgen daraus sind so mannigfaltig wie erschreckend, weil die sehr lange Wertschöpfungskette in ihre Einzelteile zerrissen wird». Es folgt diese Auflistung:
  • Zahlreiche Messen, Konferenzen oder Tagungen werden nicht nur in diesem Corona-Jahr, sondern auch in Folgejahren gar nicht mehr stattfinden können – oder zumindest nicht im normalen Umfang
  • Alle Firmen rund um die Konzeption, Gestaltung und den Aufbau dieser Anlässe verlieren substanzielle Aufträge
  • Aussteller verlieren massgebende Plattformen, um ihr Angebot zu präsentieren und abzusetzen
  • Hunderte bis tausende Arbeitnehmer stehen noch vor Sommerbeginn auf der Strasse; und sie werden so schnell keine Arbeit mehr finden
  • So gut wie alle Firmen, im Speziellen im Messebereich, haben ihre Leistungen bereits vor Wochen und Monaten erbracht, ohne in gebührendem Mass dafür entschädigt zu werden. Ein Genickbrecher sondergleichen.
  • Im Gegensatz zu anderen, ebenfalls stark betroffenen Wirtschaftszweigen, ist es im Umfel. der Messen und der LiveCom-Branche so, dass die entsprechenden Anlässe nicht von heute auf morgen wieder hochgefahren werden können, sondern – wenn überhaupt – erst in einigen Monaten wieder.

Der Forderungskatalog des Verbandes

  • Eine baldige und stufenweise Aufhebung des Veranstaltungsverbotes, um sowohl den Kunden sowie den betroffenen Unternehmen eine gewisse Planungssicherheit zu gewährleisten, und um letzteren den Weg zu ebnen, ihre Tätigkeit wieder aufnehmen zu können.
  • Eine differenzierte Betrachtungsweise von «Veranstaltungen». Denn Messen, Kongresse und Tagungen sind keine Spassveranstaltungen, sondern integraler Bestandteil unseres Wirtschaftssystems. Darum die Forderung, diese Veranstaltungen – unter Berücksichtigung aller nötigen Sicherheitsvorkehrungen – so rasch wie möglich wieder zu ermöglichen.
  • Eine zusätzlich differenzierte Handhabung der Besucherzahlen für Veranstaltungen. Denn ausschlaggebend ist längst nicht alleine die Zahl der Besuchenden, sondern die Massnahmen, die zu deren Schutz getroffen werden. Sicherheit ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Business. Das war schon vor Corona so, und es wird nach Corona noch stärker so sein!
  • Darum: Konsequenter und regelmässiger Miteinbezug in die Planung dieser stufenweisen Aufhebung. Wir werden unsere Vorschläge bezüglich der Sicherheit von Veranstaltungen im konstruktiven Austausch einbringen und so die Aufhebung auf realistische und sinnvolle Weise vorantreiben.
Wie seit Beginn der Coronakrise liege der Fokus nach wie vor auf der konstruktiven Zusammenarbeit mit Behörden auf nationaler, kantonaler und regionaler Ebene. Und ganz besonders liege allen daran, die Gesundheit aller in der Schweiz lebenden Menschen mit aller Kraft zu schützen!

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