Nachbarschaftshilfe

Mit Hilfe von Robotern die Corona-Krise meistern

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Expense Robot ermöglicht es Unternehmen, ihre Ausgaben- und Kreditkartenprozesse mit Hilfe künstlicher Intelligenz zu automatisieren. Nun wurde das System spontan den Bedürfnissen der Nachbarschaftshilfe Lenzburg angepasst. Auch die Hypothekarbanken Lenzburg sind mit an Board.
© Expense Robot
Expense Robot ermöglicht es Unternehmen, ihre Ausgaben- und Kreditkartenprozesse mit Hilfe künstlicher Intelligenz zu automatisieren. Nun wurde das System spontan den Bedürfnissen der Nachbarschaftshilfe Lenzburg angepasst. Auch die Hypothekarbanken Lenzburg sind mit an Board.
Das Schweizer Jungunternehmen Expense Robot will Firmen mit seiner App eigentlich die Spesenabrechnung erleichtern. In der Corona-Krise ist das Startup nun aber zur Nachbarschaftshelferin geworden.
Die Corona-Pandemie leistet der Digitalisierung Vorschub. Auch bei der Nachbarschafts-Hilfe Lenzburg. Sie bringt hilfsbedürftige Personen mit Leuten zusammen, die in dieser ausserordentlichen Situation helfen wollen. Etwa indem sie Lebensmittel einkaufen oder Medikamente besorgen. Das Organisationskomitee koordiniert die Hilfseinsätze so weit als möglich auf dem digitalen Weg. "Für den Informationsfluss haben wir auf WhatsApp eine Gruppe eingerichtet, für die Hilfseinsätze führen wir eine Datenbank mit den Namen der Personen, die für Einsätze zur Verfügung stehen, und für die Geldtransaktionen stellen wir ein kontaktloses Zahlungssystem bereit", sagt Rafael Enzler, Mitinitiator der Nachbarschafts-Hilfe Lenzburg.

Herausforderung: Kontaktlose Zahlungsmethode an der Haustüre

Für die Begleichung der Auslagen hat man sich für die App des Zürcher Startups Expense Robot entschieden. Bargeld sollte wegen des einzuhaltenden Abstands und der potentiellen Übertragung von der Krankheit nicht ausgetauscht werden. "Viele der hilfsbedürftigen Personen sind schon über 65 Jahre alt und sind mit Twint oder anderen Apps für die bargeldlose Geldübermittlung per Smartphone nicht vertraut. Dagegen sind die Helferinnen und Helfer meistens noch jung und mit dem Umgang von Smartphone-Apps gewohnt", sagt Enzler. Deshalb nutze man für das Hilfsprogramm nun den Expense Robot. Die App wurde in der ersten Woche der Nutzung bereits mehr als 50 Mal heruntergeladen.

Lösung: Expense-Robot-App den Bedürfnisse angepasst

Helferinnen und Helfer bezahlen die Einkäufe aus eigener Tasche. Die Quittungen für Ihre Auslagen können sie mit dem Smartphone in der Expense-Robot-App fotografieren und hochladen. Die restliche Datenverarbeitung in der App geschieht dank künstlicher Intelligenz vollautomatisch und in wenigen Sekunden. Die Zugangsdaten für das entsprechende Konto verwaltet die Nachbarschafts-Hilfe Lenzburg. Expense Robot übermittelt die Zahlungsdaten an die Hypothekarbank Lenzburg und die Bank überweist den Helferinnen und Helfern innerhalb von drei bis vier Arbeitstagen das ihnen zustehende Geld.
© Expense Robot
Die Personen, die die Hilfe in Anspruch genommen haben, brauchen keine App. Sie erhalten per Post eine Schlussabrechnung mit Einzahlungsschein von der Städtischen Hilfsgesellschaft Lenzburg. Die Hilfsgesellschaft sorgt für genug Liquidität, sodass Rückzahlungen auch erst erfolgen können, wenn sich die Lage in der Schweiz wieder etwas normalisiert hat und die hilfsbedürftigen Personen wieder ohne Gefahr auf die Bank oder Post gehen können.

Verzicht auf Leistungsentschädigung aller Protagonisten

Die Software sei eigentlich für die Spesenabrechnung für mittlere und grössere Unternehmen entwickelt worden, sagt Melanie Gabriel, Marketingverantwortliche und Mitgründerin von Expense Robot. «Dass die Technologie einmal als Tool für Nachbarschaftshilfe genutzt werden könnte, hätten wir uns noch bis vor ein paar Wochen nicht vorstellen können», so Gabriel weiter.
Expense Robot
© Expense Robot, Oliver Hochstrasser
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Das Schweizer FinTech-Startup ​Expense Robot​ nutzt künstliche Intelligenz, um die Spesen- und Kreditkarten Prozesse von Firmen zu automatisieren. Nichts weniger als maximal fünf Sekunden manuelle Arbeit pro Spese ist ihr Versprechen. Um ihre Vision zu realisieren hat Expense Robot nun in einer von Swisscom Ventures und SIX geführten Seed-Runde 1,7 Millionen CHF eingesammelt.

Wie die Initiantinnen und Initianten der Nachbarschafts-Hilfe Lenzburg verzichtet auch die städtische Hilfsgesellschaft, die Hypothekarbank Lenzburg und das Jungunternehmen auf eine Entschädigung für Ihre Leistungen. «Bei der Entwicklung unserer Software war das Ziel klar: Es sollte maximal fünf Sekunden dauern, bis eine Quittung erfasst wird. Dass wir nun unsere App im Rahmen der Nachbarschafts-Hilfe Lenzburg zur Verfügung stellen können, erachten wir als einen solidarischen Beitrag zur effizienten Bewältigung der Corona-Krise», sagt Gabriel und findet sich selbst in einer neuen Rolle.


Über Expense Robot
Expense Robot ermöglicht es Unternehmen, ihre Ausgaben- und Kreditkartenprozesse mit Hilfe künstlicher Intelligenz zu automatisieren. Der gesamte Prozess vom Scan des Spesenbelegs bis zur korrekten Buchung und Bezahlung an die Mitarbeiter ist so mit wenigen Klicks möglich. Expense Robot geht weiter als herkömmliche Tools, da die Anwendung die relevanten Prozesse für alle - Mitarbeiter, Manager und das Finanzteam - automatisiert. Expense Robot wurde 2019 gegründet und ging im September desselben Jahres mit ersten Kunden live. Seitdem hat das Jungunternehmen bereits namhafte Kunden wie Swissquote, Kägi, Ameropa oder SkyCell an Land gezogen. Im März 2020 kündigte Expense Robot eine von Swisscom und SIX gemeinsam geleitete Seed-Runde im Wert von 1,7 Millionen Franken an, an der auch Angel-Investoren wie die Gründer von Doodle und Contavista teilnahmen.
Über die Hypothekarbank Lenzburg AG
Die Hypothekarbank Lenzburg ist eine börsenkotierte Schweizer Universalbank, die 1868 als Hypothekar- und Leihkasse Lenzburg gegründet wurde. Sie ist aktiv im Retail Banking, Hypothekargeschäft, Private Banking und KMU-Geschäft. Unter der Marke HBL Asset Management bietet die «Hypi» Lenzburg zudem professionelle Vermögensverwaltung an. Das eigene Kernbankensystem wird unter der Marke Finstar auch an Drittbanken oder bankähnliche Unternehmen vertrieben. Unter der Marke Hypothekarbank Lenzburg betreibt die Bank 13 Geschäftsstellen sowie zwei Beratungsbüros und ist stark in der Region verankert. Wegen ihrer technologischen Innovationskraft hat die «Hypi» Lenzburg in den letzten Jahren verschiedene Auszeichnungen gewonnen. 




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