Euro Effie Awards

ABB gewinnt als erstes Industrieunternehmen in der Kategorie Markenerlebnis Bronze

Die ABB FIA Formel E bietet Tempo, Leidenschaft und Emotionen und ist eine wichtige Markenplattform für den Schweizer Industriekonzern
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Die ABB FIA Formel E bietet Tempo, Leidenschaft und Emotionen und ist eine wichtige Markenplattform für den Schweizer Industriekonzern
Das gab es so noch nicht. ABB hat gestern Abend in Brüssel bei den EURO Effie Awards Bronze in der Kategorie "Brand Experience" für das Engagement rund um die Formula E gewonnen. Es ist das erste Mal, dass der Award an ein Unternehmen aus dem B2B-Sektor und aus der Industrie geht. Die Titelpartnerschaft mit der Rennserie besteht seit Januar 2018. Agenturpartner bei der Markenaktivierung ist Serviceplan.
Das ist eine der grossen Überraschungen bei den EURO Effie Awards. In der Kategorie "Brand Experience" hat gestern ABB in Brüssel für die Plattform und die Titelpartnerschaft ABB FIA Formula E Championship einen Award in Bronze gewonnen. Schon das ist eine Nachricht. Denn bislang hatte weder ein Industrie- noch ein B2B-Unternehmen die Auszeichnung erhalten. Und was die Auszeichnung noch wertvoller macht: Der Schweizer Technologiekonzern ist der einzige Preisträger in dieser Kategorie.
Freuen sich über den Erfolg: Nicolas Ziegler, Leiter Markets, Brand und Events bei ABB, und Daniela Lužanin, Head of the ABB Formula E Partnership
© ABB
Freuen sich über den Erfolg: Nicolas Ziegler, Leiter Markets, Brand und Events bei ABB, und Daniela Lužanin, Head of the ABB Formula E Partnership
Seit Januar 2018 arbeiten ABB und die E-Rennserie zusammen, die in jeder Saison mehr Zuspruch erfährt. Ein Grund für den Erfolg: "Die Zusammenarbeit zwischen ABB und der Formula E ist kein Sponsoring. Wir kleben nicht einfach unsere Logos auf, sondern bringen als Partner unser Technologie-Knowhow ein", sagt Nicolas Ziegler im exklusiven Gespräch mit HORIZONT SWISS. Der Head of Markets, Brand and Events bei ABB ist der Kopf hinter der Umsetzung der ABB FIA Formel E zur Schaffung nachhaltiger Markenerlebnisse. Für das Unternehmen zählt die Plattform zu den wichtigsten Marketingmassnahmen.
Denn hier kann der Konzern gemeinsam mit den Agenturen Serviceplan Schweiz, Globeone AG und Standing Ovation Themen rund um Stadt der Zukunft, Energieversorgung und -management unterhaltsam, informativ und emotional vermitteln, nicht nur Geschäftskunden, sondern vor allem der breiten Öffentlichkeit. Dabei will der Konzern Antworten auf wichtige Fragen geben. Wie sieht eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für Elektroautos aus? Wie funktionieren eine intelligente Gebäudesteuerung und Smart Grids? Wie geht es mit dem Thema Künstliche Intelligenz weiterweiter, etwas bei der Fabrik- oder Prozessautomatisierung. "Das sind alles Themen, die für uns als Konzern zentral sind und auf die wir strategisch in unseren Geschäftsfeldern setzen", erklärt Ziegler.
„Wir bringen den Sport zu den Menschen. Sie müssen nicht zu uns kommen“
Nicolas Ziegler, ABB
Diese Vielfalt ist aber auch ein Grund, warum ABB überhaupt den Zuschlag bekommen hatte. Denn bislang hatte die FIA als Veranstalter-Holding für Motorsportevents noch nie einen Titelsponsor zugelassen. "Dass das passiert ist, liegt an unserer Positionierung und an der Idee, Technologie und Menschen noch näher zusammenzubringen", sagt Ziegler. Und weiter: "Menschen agieren mit Firmen und mit Marken und wollen mitgenommen werden, thematisch, emotional und inhaltlich."
Die Rennen finden mitten in den Städten statt, wie etwa im Mai in Berlin
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Die Rennen finden mitten in den Städten statt, wie etwa im Mai in Berlin
Das sind keine leeren Worte. Rund um die sportlichen Events finden auf unterschiedlichen Ebenen verschiedene Aktivitäten statt, vom Kundenveranstaltungen über Leadership-Events und E-Village bis hin zu Gesprächen mit den jeweiligen Kommunen, in denen die Rennen stattfinden. Dabei geht es immer um Markenawareness, Positionierung der Konzernmarke und das Thema Kundenengagement mit unterschiedlichen Dialogformaten. "Kommunikativ ist die Plattform sehr wertstiftend für uns", erklärt Ziegler. Warum das so ist, verdeutlichen auch einige Zahlen:
- Seit dem Start gab es weltweit 6.600 Medienartikel
- Die Anzahl der Social Media Follower ist im Vergleich zwischen Saison 4 und Saison 5 um 212 Prozent angestiegen, die Anzahl neuer Follower hat sich mehr als verdoppelt.
- Allein auf den ABB-Kanälen haben die User 12,3 Millionen Social Media Impressionen generiert 
- Über 300.000 Kunden, Partner und Mitarbeiter haben in der vergangenen Saison den E-Prix live erlebt.
Technologie hautnah live erleben - das können die Besucher der Rennen im E-Village, das bei jedem Formel E-Event dabei ist
© ABB
Technologie hautnah live erleben - das können die Besucher der Rennen im E-Village, das bei jedem Formel E-Event dabei ist

- Im Vergleich zur Saison 4 gab es in der vergangenen Saison 61 Prozent mehr Video-Views, insgesamt über 850 Millionen Views
- 42 Prozent der Videos werden von unter 25-Jährigen geschaut
-  72 Prozent der Follower auf Social Media sind unter 35 Jahre alt.
-  Zwischen Saison 4 und Saison 5 stiegt die Anzahl der TV-Zuschauer um 24 Prozent auf 411 Millionen Zuschauer



Dass die Formel E so gut ankommt, dürfte auch daran liegen, dass sie auch Zielgruppen wie Motorsportskeptiker und Familien erreicht. Gezielt sucht ABB die Nähe zu den Menschen. "Wir bringen den Sport zu den Menschen. Sie müssen nicht zu uns kommen", sagt Ziegler. Die Rennen finden immer in grossen Metropolen statt, Zürich beispielsweise. Oder Berlin. Oder Peking. Und noch ein Aspekt ist dem Team hinter Ziegler wichtig: die Wirkung nach innen. Bei jedem Rennen gibt es eine lokale Aktivierung, die Mitarbeiter vor Ort werden eng eingebunden. Das schafft eine hohe Identifikation.
„Am Ende geht es darum zu zeigen, wie wir die Technologie zum Wohle der Allgemeinheit und des Kundens einsetzen“
Nicolas Ziegler, ABB
Die Botschaften vor, nach und während des Rennen kommuniziert ABB vor allem über die digitalen Kanäle und Social Media. Print hingegen findet kaum statt. Eine wichtige Rolle spielt zudem die Airportwerbung in den Metropolen, in denen die ABB FIA Formel E gastiert. Das alles trägt zu einer erhöhten Aufmerksamkeit bei. "Die Reichweite, die wir heute geniessen ist absolut unvergleichbar mit dem, was wir vorher hatten. Und auch das Engagement ist ein viel intensiveres", sagt Ziegler.

Das könnte ab Ende November, wenn die sechste Saison 2019/2020 der Formel E startet, noch weiter zunehmen. Zum einen, weil mit Mercedes-Benz und Porsche zwei neue Teams antreten, die für viele Motorsportfreunde die Attraktivität der Rennen erhöhen. Zum anderen, weil sich Ziegler mit dem Erreichten nicht zufrieden geben will. "Wir wollen noch stärker den Menschen in den Mittelpunkt der Aktivierung stellen. Denn am Ende geht es darum zu zeigen, wie wir die Technologie zum Wohle der Allgemeinheit und des Kundens einsetzen". Es könnten also weitere Preise folgen. Die Partnerschaft läuft noch die kommenden sieben Jahre.
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