Emotionaler und lebendiger

Virtual Reality als neue Kommunikationsmethode für NGOs

Viele VR-Brillen-Besitzer schauen in der virtuellen Welt Filme.
© Adobe Stock / contrastwerkstatt
Viele VR-Brillen-Besitzer schauen in der virtuellen Welt Filme.
Organisationen wie Greenpeace oder Amnesty International finanzieren ihre Projekte mithilfe von Spenden. Eine Studie der International School of Management (ISM) zeigt nun, dass der Einsatz von Virtual Reality sich nicht nur positiv auf ihre Marke ausgewirkt, sondern auch die Spendenbereitschaft erhöht hat.
Hilfsorganisationen werben häufig in Fussgängerzonen oder im Internet. Vor allem mit emotionalen Kurzfilmen sammeln sie Geld für den guten Zweck. Waren es früher noch Filme in 2D, setzen manche NGOs auf Filme in 3D, die mit einer 360-Grad-Kamera aufgenommen werden. So bekommt der Zuschauer noch intensivere Einblicke in den Alltag von Flüchtlingen oder auch in die Welt bedrohter Tierarten.

VR verstärkt den emotionalen Aspekt

Nelly Dux ist Masterabsolventin der ISM Hamburg und führte in ihrer Abschlussarbeit eine Studie zu diesem Thema durch. Um herauszufinden, ob Virtual Reality einen Einfluss auf die Wahrnehmung von Hilfsorganisationen und Spendenbereitschaft hat, sahen sich Studienteilnehmer Werbefilme von Greenpeace in 2D am Computer und in 3D mit einer VR-Brille an. Ergebnis war, dass die Probanden sich viel stärker auf die filmische Geschichte und Botschaft mit dem Einsatz von Virtual Reality einlassen konnten. "Die anschliessende Befragung hat gezeigt, dass Teilnehmer, die den Film mit einer VR-Brille geschaut haben, positiver gegenüber der Hilfsorganisation gestimmt waren als zuvor. Das hat wiederum die Bereitschaft zum Spenden erhöht", erklärt Dux, die an der ISM Hamburg Wirtschaftspsychologie studiert hat. "Mit dem Einsatz von Virtual Reality werden Themen wie zum Beispiel die Flüchtlingsproblematik noch greifbarer, weil wir uns als Zuschauer quasi mitten im Geschehen befinden - wir erleben unsere Emotionen noch intensiver."


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