Emotionstracker "Misü"

Diese App erkennt Gefühle

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© pxhere
Die neue iOS-App "Misü" erkennt, wie es um die mentale Gesundheit ihrer Nutzer bestellt ist. Mithilfe des Gesichtsausdrucks erkennt eine Künstliche Intelligenz, welche Emotionen User gerade verspüren.
Die App "Misü" ist aber nicht nur zum eigenen Amüsement da, sie soll vor allem dabei helfen, die Auswirkungen von sozialen Medien auf die geistige Gesundheit zu erfassen.

Die App braucht mehr als nur Mimik

Fraglich ist aber, ob die App mithilfe dieser Informationen wirklich nützlich ist. Denn im Gegensatz zu Primäremotionen wie Traurigkeit oder Zorn, die gut erkennbar sind, braucht es generell mehr als nur den Gesichtsausdruck, um den inneren Zustand eines Menschen zu beurteilen.


Die Entwickler beschreiben Misü als eine Art Fitness-Tracker für Emotionen. Die App zeichnet mithilfe der Smartphone-Kamera auf, wie sich der Gefühlszustand von Nutzern bei der Verwendung von verschiedenen Social-Media-Plattformen und sogar einzelnen Funktionen auf ihnen verändert. Anhand einer Punktebewertung veranschaulicht Misü den Gefühlszustand, auch über längere Zeiträume hinweg.

Social Media verstärken Angst

Für Misü haben die Entwickler Daten von 100 Social-Media-Nutzern gesammelt und dabei 1,2 Mio. Indikatoren für geistige Gesundheit definiert. Es stellte sich dabei heraus, dass soziale Medien vor allem die Gefühlsregungen Traurigkeit und Angst verstärken. Die App könne solche Emotionen mit einer Genauigkeit von 85 Prozent feststellen. Die Entwickler hoffen darauf, dass Nutzer und auch politische Entscheidungsträger durch die Daten ein besseres Bild über die Gefahren von Social Media erhalten.
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