Emmi-Sportsponsoring

Offensivspiel

Neues Spielfeld für Emmi und Caffè Latte mit Nina Betschart und Tanja Hüberli
© FIRB
Neues Spielfeld für Emmi und Caffè Latte mit Nina Betschart und Tanja Hüberli
Emmi und Caffè Latte sind erfahrene Wintersportsponsoren - mehr als 12 Milliarden Zuschauer haben in den vergangenen zehn Jahren ihr Sponsoring sehen können. Was macht ein solcher Wintersportsponsor im Sommer? Ganz einfach: Er spielt Beachvolleyball. 

Mitte April, genauer am 12. April, machte es Emmi Caffè Latte auf Instagram spannend. „Kannst du dir vorstellen, wem wir für diesen Sommer die Daumen drücken werden?“ Mit dem Post teaserte die wichtigste Marke von Emmi ein neues Sportsponsoring-Engagement und die Partnerschaft mit zwei Spitzensportlern. Wer genau hinschaute, konnte schon ahnen, um was und wen es geht. Vier Tage später lüftete der Molkereikonzern das Geheimnis. Der Marktführer in der Schweiz arbeitet künftig mit den beiden Beachvolleyballerinnen Nina Betschart und Tanja Hüberli zusammen. Seitdem kommen die Aufschläge rasant. Schon Ende April ging es in der Hafenstadt Xiamen beim Welttour-Turnier los, nächste Woche folgt Itapema in Brasilien.



Nina Betschart und Tanja Hüberli
© jmvotography
Nina Betschart und Tanja Hüberli
Weshalb Emmi Caffè Latte mit Beachvolleyball aufschlägt, hat seine Gründe. Die Marke ist in Österreich seit 2011 Partner des Beach Volleyball Grand Slams in Wien. Das Event, das bis 2016 in Klagenfurt stattgefunden hatte, ist für die Alpenrepublik so etwas wie das Kitzbühel des Sommers. Und für die Brand ein wunderbares Spielfeld: begeisterte Fans, hochklassiger Sport, eine junge, markenaffine Zielgruppe. Zudem werden – wie beim Beachvolleyball üblich – die Zuschauer permanent in das Geschehen involviert. „Wir sind überzeugt, dass die Sportart zu Emmi Caffè Latte passt“, sagt Pascal Mühlheim. „Wir wollen mit der Plattform die gesamte Brand aktivieren.“ Der Head Sponsoring bei Emmi analysiert Sponsoring hauptsächlich unter drei Dimensionen: Brand Awareness, Brand Equity und Brand Experience. „Beim Beachvolleyball spielen für uns vor allem die zweite und die dritte Dimension eine Rolle“, sagt Mühlheim. Fragen wie „Zahlt das Engagement auf das Image der Marke ein?“, „Lässt es sich vor allem vor Ort auf den Events aktivieren?“ oder „Ist die Zusammenarbeit langfristig möglich?“, gilt es dabei zu beantworten.

Caffè Latte auf INstagram
© Screenshot Instagram
Caffè Latte auf INstagram
Dass Beachvolleyball über keine ganz großen medialen Reichweiten verfügt, ist dagegen kein Argument. Im Sommer hat die Marke ohnehin kein Problem mit der Aufmerksamkeit. Sie gehört zu den Lieblingsmarken der Eidgenossen, fährt regelmäßig zwischen April und September ihre klassischen Kommunikationskampagnen. In dieser Zeit begegnen die Menschen ihr nicht nur am PoS in den bunten Bechern, sondern ständig in TV, Out-of-Home und in den digitalen Medien. Das ist auch der große Unterschied zum Winter, in dem wenig klassische Kommunikation auf der Marke stattfindet, allerdings ist Emmi Caffè Latte als Sponsor des Ski-Weltcups aktiv. Dadurch generiert das Kaffeegetränk permanent Reichweite. „Wir nutzen den Winter, um bei den Konsumenten präsent zu bleiben“, erklärt Mühlheim. Vor drei Jahren hat die Marke ihr Engagement nochmals verstärkt und die beiden Top-Skifahrerinnen Tina Weirather und Wendy Holdener als Testimonials verpflichtet. Für die beiden sprach, dass sie in der Schweiz, Österreich und Deutschland bekannt sind, viel Sympathie genießen und in den sozialen Netzwerken aktiv sind. Gerade die Interaktion mit den Usern gewinnt für Emmi Caffè Latte an Bedeutung. „Wir können mit den Sportlern kurzfristig viele kleine Contentstücke kreieren und diese zielgenau ausspielen“, sagt Mühlheim. „Das macht uns aktueller und relevant.“ Die Erfahrungen, die der Sponsoring-Manager und sein Team hier sammeln, sind so gut, dass sie jetzt das Konzept auf das Beachvolleyball-Engagement ausdehnen. Mit Betschart / Hüberli und dem Sponsoring der Coop Beachtour hat die Marke jetzt in der Schweiz zwei Aufschläge.


Auf Zug gefahren

Der Erfolg des Ski-Sponsorings von Emmi und Caffè Latte in den vergangenen zehn Jahren lässt sich so festmachen: Vier Olympia- und fünf WM-Medaillen, drei Weltcup-Kristallkugeln sowie unzählige Medienberichte haben Wendy Holdener und Tina Weirather als Emmi-Caffè-Latte-Botschafterinnen eingefahren. Aus Marketingsicht noch wichtiger: Seit sich Emmi und Caffè Latte im Ski-Weltcup engagieren, haben so in rund zehn Jahren mehr als 12 Milliarden Zuschauer das Sponsoring sehen können. Im Schnitt war Emmi bei rund 30 Rennen pro Saison in Europa sichtbar. An den Events haben deutlich mehr als 1,5 Millionen Besucher teilgenommen. Im Schnitt – und das ist nicht zu unterschätzen – konnte jeder Zweite ein Emmi-Produkt vor Ort probieren. In den drei Saisons, in denen die Marke mit den beiden Ski-Assen zusammengearbeitet hat, erzielte Caffè Latte 30 Millionen Impressions und über eine halbe Million Interaktionen auf den eigenen Instagram- und Facebook-Kanälen im DACH-Raum. Und auch das gehört dazu: Der mediale Wirbel um das letzte Skirennen von Felix Neureuther in Andorra. Allein das Bild, das der Ausnahmesportler auf seinem Instagram-Kanal postete, sammelte auf diesem einen Account 100.000 Likes ein. Immer mit dabei auf den Abschiedsmotiven: Caffè Latte als Sponsor der Startnummern.

Diese Strategie findet Martin Grüner richtig. „Durch die Zusammenarbeit mit den Athletinnen gibt Emmi Caffè Latte dem Sponsoring ein eigenes Gesicht“, erklärt der stellvertretende Geschäftsführer und Creative Director von WWP Creative, der Kreativ-Tochter der WWP Group, die unter anderem Emmi betreut. Das ermögliche der Marke nicht nur Differenzierung und einen anderen Zugang zu jungen Zielgruppen. Es verändere auch die Wahrnehmung. „Wenn der Konsument an Erfrischung denkt, sollte er sofort an Caffè Latte denken. Genau das kann Emmi mit dem Sponsoring erreichen“, sagt Grüner. In dem sehr impulsgetriebenen Markt der Kaffee-Erfrischungsgetränke kann das am Ende entscheidend sein. Doch für die Arbeit mit den beiden Beachvolleyball-Spielerinnen spricht noch mehr. Sie ermöglicht der Marke Varianz im Sponsoring. „Wir haben den Anspruch, unsere Engagements umfassend zu aktivieren und nicht nur ein Logo auf eine Bande zu kleben“, sagt Mühlheim. Soll heißen: Promotionaktionen zu den Turnieren sind beispielsweise möglich, das Verlosen von Eintrittskarten oder Treffen mit den Volleyballerinnen. Noch wichtiger ist: Die Zusammenarbeit verbindet das Winter- und Sommerengagement zu einer Einheit. Dadurch wird vieles denkbar. Die Skifahrerinnen mit den Beachvolleyballerinnen für Aktionen zusammenbringen. Warum nicht auch ein Match hoch oben auf dem Jungfraujoch andenken, wo schon 2014 Tennis-Weltklassespieler Roger Federer und Skilegende Lindsey Vonn für Lindt gegeneinander angetreten sind. „Wir stehen ja erst am Anfang und hoffen, dass wir das weiter ausbauen können“, sagt Mühlheim. Aktuell spricht sehr wenig dagegen.mir

 

 

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