Emarketer-Analyse

Firmen sollten über Werbekampagnen mit Pandemiebezug nachdenken

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Europäische Verbraucherinnen und Verbraucher schauen genau hin, wenn sie sich für Marken entscheiden. Dabei spielen Engagements jenseits des wirtschaftlichen Zwecks eine immer wichtigere Rolle. Die Menschen fragen sich, was die Unternehmen hinter einer Marke alles zum Wohlergehen einer Gesellschaft beitragen. Gemäss einer GlobalWebIndex-Studie sind 64 Prozent der Internetnutzer der Meinung, Marken müssten Werbekampagnen durchführen, die sich auf die Corona-Pandemie beziehen würden.
Natürlich gilt auch der Umkehrschluss, wonach Marken, die sich nicht engagieren oder mit negativem Verhalten in Verbindung gebracht werden, ein beträchtliches Risiko eingehen, die Sympathie der Verbraucherinnen und Verbraucher zu verspielen. So haben chinesische und teils auch amerikanische Marken in der ersten Akutphase der Pandemie stark gelitten, wie eine Umfrage von Morning Consult in vier EU-Ländern und UK ergab. Insgesamt fand Morning Consult heraus, dass mehrere grosse US-Marken nach dem Ausbruch des Coronavirus erhebliche Rückgänge in Bezug auf das Netto-Vertrauen, die Netto-Gunst und den Einfluss auf die Gemeinschaft unter den Verbrauchern in Europa verzeichneten. Bemerkenswert: Während in Frankreich, Italien, Spanien und UK chinesische Firmen etwas mehr Schaden nahmen als amerikanische, war dies in Deutschland genau umgekehrt. Es scheint also, das deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher eine besondere Abneigung amerikanischen Firmen gegenüber entwickelt haben. In allen Ländern schneiden europäische Firmen bedeutend besser ab als ihre Kontrahenten aus Fernost und Wildwest. Alle Zahlen im Detail gibt es bei eMarketer. 


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