Elektromobilität

Die Schweiz fährt unter die Top 10 der grössten europäischen Märkten

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Die Schweiz gehört mit Platz zu den grössten Märken für reine E-Fahrzeuge in Europa. Mit dem Audi e-tron Sportback kommt jetzt das nächste Modell auf den Markt
© Audi
Die Schweiz gehört mit Platz zu den grössten Märken für reine E-Fahrzeuge in Europa. Mit dem Audi e-tron Sportback kommt jetzt das nächste Modell auf den Markt
Der Markt der Elektrofahrzeuge in Europa wächst. Mit 564.000 Autos hat er im vergangenen Jahr einen neuen Höchstwert bei den Immatrikulationen erreicht. Dazu hat auch die Schweiz ihren Teil beigetragen. Hier kletterten die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um 157 Prozent. Das geht aus aktuellen Zahlen des Centers of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach hervor.
In dem "Electromobility Report 2020" gehört die Schweiz mit über 13.000 Immatrikualtionen auf Platz 7 zu den grössten Märkten für Elektromobilität in Europa. Insgesamt kletterten die Zulassungen in 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 157 Prozent.


Wichtigster Markt für die reinen Elektrofahrzeuge (BEV) ist Deutschland, vor den Niederlanden und Norwegen. Europaweit steigt der BEV-Marktanteil insgesamt auf 2,3 Prozent (2018: 1,3), der PHEV-Anteil erreicht 1,3 Prozent (1,2 Prozent), wodurch auch der europäische Elektromarktanteil insgesamt deutlich auf 3,6 Prozent (2,5 Prozent) zulegt.
Die Schweiz steht im Ranking der grössten Märkte für reine E-Fahrzeuge auf Platz 7
© CAM
Die Schweiz steht im Ranking der grössten Märkte für reine E-Fahrzeuge auf Platz 7
Derweil setzt sich die Entwicklung in der Schweiz fort. Nach den Zahlen von Auto-Schweiz verzeichnen alle alternativen Antriebe im Januar bei den Stückzahlen gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 110,4 Prozent. Dabei kommen allein die diversen Hybrid-Motorisierungen auf einen Marktanteil von 14,4 Prozent, wovon 3,5 Prozentpunkte auf aufladbare Plug-in-Hybride entfallen. Elektroautos erreichen 4,1 Prozent, CNG-Modelle liegen bei 0,8 Prozent und Wasserstoff-Fahrzeuge bei 0,1 Prozent. "Wenn man die am Stromnetz aufladbaren Modelle zusammenzählt, kommen wir im Januar auf einen stolzen Anteil von 7,6 Prozent der Immatrikulationen", erklärt Mediensprecher Christoph Wolnik.

Diese Entwicklung wundert Professor Stefan Bratzel nicht: Das Jahr 2020 markiert den Beginn eines exponentiellen Anstiegs der Elektromobilität in Europa", sagt der Chef des CAM-Centers. Dazu tragen die neuen die CO2-Flottengrenzwerte in der EU ab diesem Jahr bei sowie eine Vielzahl neuer Modelle, die nun auf den Markt kommen. Der Professor und Marktexperte legt sich daher fest: "Europaweit rechnen wir mit einem Elektromarktanteil im Jahr 2020 von rund 5 Prozent, der bis 2025 auf 15 bis 20 Prozent ansteigen wird."
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