Eidgenössische Wahlen

Watson will wissen, bei welchen Themen sich die Schweizer Sorgen machen

Land- und Stadtbevölkerung drückt an unterschiedlichen Stellen der Schuh
© Watson / Screenshot
Land- und Stadtbevölkerung drückt an unterschiedlichen Stellen der Schuh
Das Onlineportal Watson hat die Ergebnisse seines ersten grossen Watson Sorgometers publiziert. Danach drückt die Schweizer vor allem der Klimawandel, die Gletscherschmelze und das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer. 8000 Menschen hatten sich an der Erhebung im Vorfeld der Eidgenössischen Wahlen beteiligt.
Zugegeben manche Sorgen von Menschen, sind angesichts der globalen Brennpunkthemen, eher klein, selbst wenn diese einen Schweizer Nationalhelden betreffen. So macht sich ein Teilnehmender grosse Sorgen, dass Roger Federer nie mehr ein Grand Slam Turnier gewinnen kann.


Ansonsten drückt die Schweizer vor allem der Klimawandel, die Gletscherschmelze, das Flüchtlingselend im Mittelmeer. Am wenigsten bereitet den Umfrageteilnehmenden am Watson Sorgometer der eigene Cannabis-Konsum, Erschöfung wegen Wochenend-Kater und Insta-Neid auf das Leben anderer. "Wir sind vom Teilnahme-Erfolg am 'Grossen Watson Sorgometer' völlig überrumpelt worden. Es ist uns offensichtlich gelungen, die für die Menschen relevanten Fragen in animierender Form zu formulieren und zu publizieren", sagt Watson-Datenjournalistin Lea Senn, einer der Köpfe hinter dem Umfragetool. Nebst der Sorgenlast der Stichproben-Gesamtpopulation hat sie gemeinsam mit Reporter Adrian Müller auch Unterschiede in verschiedenen Subpopulationen ausgewertet. So sind Bedenken bezüglich Ausländeranteil in ländlichen Gebieten deutlich ausgeprägter als in der Stadt, bezüglich dem Thema bezahlbarer Wohnraum sieht es genau umgekehrt aus.
Land- und Stadtbevölkerung drückt an unterschiedlichen Stellen der Schuh
© Watson / Screenshot
Land- und Stadtbevölkerung drückt an unterschiedlichen Stellen der Schuh
Bei der Mediennutzung lässt sich ein Gap zwischen älteren und jüngeren Umfrageteilnehmenden feststellen. So haben Menschen bis 25 Jahre signifikant häufiger angegeben, sich wegen dauernder Erreichbarkeit durch Social Media und Push-Nachrichten gestresst, unerholt und internetsüchtig zu fühlen, während den älteren Teilnehmenden eher die durch Social-Media verrohte politische Debattenkultur im Internet Sorge bereitet. "Die Ergebnisse sind für uns Journalistinnen und Journalisten insgesamt ein guter Reminder, dass die Themen, die von oftmals populistischen Playern auf die öffentliche Agenda gesetzt werden, wenig mit der Lebensrealität der Menschen zu tun haben", sagt Watson-Chefredaktor Maurice Thiriet.

Am ersten Sorgometer hatten sich 8000 Schweizerinnen und Schweizer beteiligt. mir
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