EHC Biel-Bienne

Eishockeyclub muss den Hut kreisen lassen

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Leere Ränge und leere Kassen veranlassen den EHCB zu einem Hilferuf
© ehcb.ch
Leere Ränge und leere Kassen veranlassen den EHCB zu einem Hilferuf
Den Eishockeyvereinen in der Schweizer National League ging es schon mal besser. Die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie bleiben auch in der Eliteliga nicht folgenlos. Der EHC Biel (EHCB) mobilisiert jetzt seine Fans.

"Je suis bienne" ist die Solidaritätskampagne überschrieben, mit der der Club auf finanzielle Entlastung hofft. Nach eigenen Angaben droht ihm für die laufende Saison 20/21 ein Verlust in Höhe von fünf Millionen CHF trotz Kostensenkungen und Lohnverzicht von Personal und Spielern. In die Rechnung seien die zu erwartenden À-Fonds-Perdu-Beiträge, die der Bund für Spiele ohne Zuschauer bereitstellt, bereits eingegangen.


Es braucht offenbar die Hilfe von Saisonabonnenten, Sponsoren, Donatoren und Bevölkerung. Dafür hat In Flagranti Communication die Kampagne auf die Beine gestellt. Sie beinhaltet persönliche Botschaften in den Sozialen und regionalen Medien. Auf der Landingpage jesuisbienne.ch fordert der EHCB Abonnenten und Sponsoren zum Verzicht auf Rückforderungen auf, also beispielsweise auf die Rückerstattung eines gekauften Saisonabos. Für den Club ist ein solcher Verzicht gleichbedeutend mit einer Spende. Auf der Website gibt ein "Spend-o-Meter" Auskunft über den aktuellen Spendenstand. Wer vollständig auf eine Rückforderung verzichtet, soll in der kommenden Saison auf dem Mannschaftsdress aufgeführt werden und an einer Verlosung teilnehmen.
Laut der Agentur mit Sitz in Lyss (Kanton Bern) ist die Aktion in kürzester Zeit unter Mitarbeit von Staff und Spielern der ersten Mannschaft sowie der Unterstützung der Verlage Bieler Tagblatt, Journal du Jura, Gassmann Media AG und des Webpartners Campfire entstanden.

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