E-Mobilität

Schweizer lassen mehr Hybrid-Fahrzeuge zu

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Den Toyota Prius - hier die Plug-In-.Hybrid-Variante - liessen die Schweizer in den ersten vier Monaten des Jahres 157 Mal neu zu
© Toyota
Den Toyota Prius - hier die Plug-In-.Hybrid-Variante - liessen die Schweizer in den ersten vier Monaten des Jahres 157 Mal neu zu
Die Autoindustrie steckt weltweit in der Krise, das spürt man auch in der Schweiz und in Liechtenstein. Zuletzt schrumpfte die Anzahl der Neuzulassungen hierzulande in den ersten vier Monaten des Jahres um rund 36 Prozent. Ein kleiner Lichtblick sind die Neuimmatrikulationen bei den alternativen Antrieben. Hier legen vor allem die Hybrid-Modelle zu.
Nach den jüngsten Zahlen von Auto-Schweiz wuchs die Anzahl der Modelle mit alternativen Antrieben bei den Neuimmatrikulationen zwischen Januar und Ende April 2020 um rund 32 Prozent auf 13.750 Exemplare. So verzeichnet der Branchenverband der Automobil-Importeure bei den Plug-In Hybriden ein Plus von 153 Prozent (2707), bei den Hybrid-Modellen ein Plus von 41,3 Prozent auf 7090 Exemplare. Ebenfalls im Plus bewegen sich Autos mit Erdgasantrieb mit einer Steigerung von 39,1 Prozent und mit Wasserstoff mit einer Zunahme von 1600 Prozent. Allerdings bewegen sich beide Antriebsarten mit 281 beziehungsweise 17 neu zugelassenen Fahrzeuge auf niedrigem Niveau.


Lediglich der reine E-Antrieb ist im bisherigen Jahresverlauf rückläufig. Hier weist die Bilanz ein Minus von rund 12 Prozent und einen Marktanteil von 4,1 Prozent aus. Ein Grund dafür könnten die geschlossenen Autohäuser während des Lockdowns gewesen sein. E-Fahrzeuge haben nach wie vor einen höheren Beratungsbedarf. Trotz der Lockerungen bleibt der Verband für den weiteren Jahresverlauf skeptisch: "Der hohe Anteil an Alternativ-Antrieben im ersten Quartal von 21,2 Prozent, wovon am Stromnetz aufladbare Modelle mit 9,8 Prozent knapp die Hälfte ausmachen, ist erfreulich. Allerdings dürften im weiteren Jahresverlauf sowohl die Nachfrage als auch die Lieferbarkeit bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden in Mitleidenschaft gezogen werden", heisst es bei Auto-Suisse. Und das aus zwei Gründen: Zum einen könnte die Corona-Krise dazu führen, dass die Schweizerinnen und Schweizer beim Autokauf eher auf günstigere Modelle ohne Elektromotor zurückgreifen. Zum anderen sei der Lagerbestand an "Steckerfahrzeugen" produktionsbedingt sehr niedrig."

Das beliebteste E-Modell in der Schweiz nach Neuzulassungen ist nach wie vor Tesla Model 3 mit 1089 Exemplaren, vor Renault Zoe mi 761 Exemparen und BMW i3 mit 229 Immatrikulationen. mir




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